Anubis Typhoon meldet Insolvenz an
Nicht über Mangel an neuen Produkten oder fehlende Umsätze, sondern über die kreative Buchführung eines Gesellschafters ist Anubis gestolpert. Am 16. April 2007 musste der Peripherieanbieter, besser bekannt unter der Marke Typhoon, Insolvenz beantragen.
In Flächenmärkten und Kaufhäusern als Marke etabliert, hat der 1994 in Saarbrücken gegründete Peripherieanbieter auf der CeBIT 2007 noch ein Feuerwerk neuer Produkte angekündigt. Und nun die Insolvenz.
Als Insolvenzverwalter wurde vom Amtsgericht Saarbrücken, Außenstelle Sulzbach, Rechtsanwalt Franz J. Abel bestellt. "Der Geschäftsbetrieb läuft vollumfänglich weiter. Kündigungen sind nicht beabsichtigt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Mehr zu dem Insolvenzverfahren mit dem Aktenzeichen 60 IN 26/07 ist über die Webseite Insolvenzbekanntmachungen zu erfahren.
Die Insolvenz war laut einem Informanten Voraussetzung für die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den nicht genannten deutschen Gesellschafter, der Manipulationen bei der Buchführung vorgenommen haben soll.
Wie es von dem Insider heißt, soll der Insolvenzantrag nicht das endgültige Aus für die Marke Typhoon und die rund 50 Mitarbeiter in der saarländischen Hauptstadt bedeuten. Geschäftsführer Dominique Bonk ist noch an Bord und versucht laut Unternehmensangaben, die Wogen zu glätten.
Ob der Verkauf ansteht oder das Unternehmen aus eigenen Mitteln gerettet wird, steht noch nicht fest. Immerhin soll sich auch schon ein Interessent gefunden haben. Es gebe daher "große Hoffnung".
Hoffnung gibt es auch für die Anubis-Partner. Denn die Produkte der Marke Typhoon werden weiterhin ausgeliefert. Wie es mit dem Vertrieb der "Typhoon MyGuide"-Produkte weitergeht, wird sich zeigen. (kh)

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