18.04.2007 | 18:07 Uhr

Anubis-Insolvenz: Geschäftführer Bonk schwer enttäuscht, aber auch hoffnungsvoll

Mit einer Selbstanzeige wegen manipulierter Buchführung hat Mitgesellschafter Michael Jens Funke den Peripherieanbieter Anubis Typhoon in die Insolvenz geführt. Obwohl noch geschockt, hat Hauptgesellschafter Dominique Bonk ChannelPartner in einem Exklusivgespräch gesagt, dass auf die Marke Typhoon weiterhin Verlass sei.


"Ich kämpfe und habe dies seit 13 Jahren gemacht", erklärt Bonk, der das Unternehmen seit der Gründung 1994 in Saarbrücken als Hauptgeschäftsführer leitet. Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, hat Staatsanwaltschaft bereits Ermittlungen gegen seinen Mitgesellschafter Funke eingeleitet.

Nach erster Durchleuchtung der Bücher hat der am 16. April 2007 bestellte Insolvenzverwalter Franz J. Abel laut Bonk erhebliche Diskrepanzen festgestellt. Nach Überprüfung der Assets und des Geschäftsmodells habe er sich aber ganz klar für die Weiterführung des Unternehmens ausgesprochen. Amtsdeutsch sehe er deutlich Möglichkeiten für "Rettungsaktivität".

"Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind gesichert, und bisher ist noch niemand abgesprungen, im Gegenteil", so Bonk. Ob persönlich oder in E-Mails gebe es ganz klare Lippenbekenntnisse, dass die rund 50 Mitarbeiter dableiben wollten.

Zwei Tage nach der Insolvenz hätten sich "gute wie schlechte" schon mehrere Interessenten gefunden, Anubis beziehungsweise die Marke Typhoon weiterzuführen. Auch ein Management-Buyout schließt er nicht aus.

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