Markt für Gebrauchtsoftware mausert sich
Derzeit bedienen rund ein Dutzend Anbieter den deutschen Markt für Second-Hand-Software, berichtet die Experton Group. Allerdings gebe es deutliche Unterschiede, wie die einzelnen Händler an den Markt herangehen. Gerade was die Positionierung, die Kundenansprache und die adressierten Produkte betrifft, variiere die Strategie der Lizenz-Broker.
Neben dem klassischen Lizenzhandel verfolgen einige Anbieter Maklermodelle, sagt Axel Oppermann, Advisor der Experton Group. Dabei übernimmt der Händler die Lizenzen erst, wenn er auch einen Abnehmer dafür an der Hand hat. Dieses Modell schränke allerdings die Flexibilität der Anwender ein, warnt der Analyst. Eine kurzfristige Verfügbarkeit von Lizenzen sei damit nur bedingt sicherzustellen. Dagegen stehe die Lieferfähigkeit von Händlern, die einen gewissen Lizenzbestand vorhalten, auf einem höheren Niveau. Außerdem könnten diese eher einen zeitnahen Transfer der Software gewährleisten.
Gemessen am Umsatz dominiert Usedsoft den deutschen Markt, berichtet Oppermann. Mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent sei das Unternehmen Marktführer in Deutschland und Mitteleuropa. Auf den weiteren Plätzen folgen die Hamburger Preo Software AG und der Münchner Händler USC. Diese drei Anbieter fassen die Analysten unter der Kategorie "Most Important Vendors" (MIV) in Deutschland zusammen. In das Segment "weitere Anbieter" gruppiert das Marktforschungsunternehmen unter anderen Firmen wie 2nd Soft und Susensoftware.
















