3Com positioniert sich gegen Cisco

Über einen günstigen Einstiegspreis und preiswerte Betriebskosten hofft sich auch Netzwerk-Veteran 3Com mit dem neuen "S12500" im Markt für Enterprise- und Rechenzentrum-Switches breit machen zu können. Wenngleich der Endpreis noch nicht bekannt ist, führt das Unternehmen an, dass das Gerät dem Cisco Nexus 7000 in punkto Preis und Leistung überlegen sei. So weise der bei H3C entwickelte S12500 eine doppelt so hohe Performance und Portdichte auf, verbrauche jedoch nur halb soviel Strom.

Laut 3Com kann der in zwei Ausführungen - abhängig von Leistungs- und Kapazitätsanforderungen - erhältliche Switch bis zu 512 10G-Ethernet-Ports und 864 Gigabit-Ethernet-Ports versorgen. Unterstützt werden 2,2 Milliarden Datenpakete pro Sekunde (pps) sowie eine Switching-Kapazität von 6,6Tb/s, wobei das Gerät für künftige Architekturen mit 40/100Gigabit-Ethernet, Fibre-Channel over Ethernet und für das Rechenzentrum adaptierte Ethernet-Anwendungen ausgelegt ist. Zum Vergleich: Der Nexus 7000 hat eine 3,68-Tb/s-Fabric, Cisco erwägt jedoch, den Switch auf 15 Tb/s aufzustocken.

3Com präsentiert außerdem mit der Produktreihe S5800 eine Serie von Switches, die sich sowohl im Edge- oder Core-Bereich als auch als "Top-of-Rack" im Rechenzentrum einsetzen lassen. Als "Flex-Chassis" können die Switches sowohl als modulares Chassis als auch als stapelbarer Switch mit festem Formfaktor verwendet werden. Auch eine (nachträgliche) Aufrüstung auf Power over Ethernet (PoE) ist möglich. Je nach Konfiguration unterstützt die Reihe 24 10G Ethernet-Ports oder - in einem virtuellen Stack - bis zu 10-Gigabit-Ports. Im Gigabit-Ethernet-Bereich beträgt die Anschlussdichte bis zu 640 Ports. Alle Modelle der Reihe S5800 sind weltweit ab Juli erhältlich. Die Listenpreise in den USA liegen zwischen 6500 und 18000 Dollar.

Last but not least will der Anbieter Force10 Networks mit einer Erweiterungskarte für 90 10/100/1000Base-T-Ports eine höhere Portdichte für seine kürzlich vorgestellten "Exascale"-Switches 600 und 1200 bereitstellen. Die Einschubkarte ermöglicht einen Gesamtdurchsatz von über eine Milliarde Datenpakete pro Sekunde (pps). Insgesamt soll der Switch damit laut Hersteller bis zu 70 Prozent weniger Strom je Port als vergleichbare Konkurrenzprodukte verbrauchen. Unterstützt werden bis zu 1260 10/100/1000Base-T-Ports in einem ganzen Chassis oder 630 in einer Halb-Rack-Konfiguration. Der Preis beginnt ab 60.000 Dollar, die Karten sind ab Juni verfügbar. (Computerwoche; mb) (wl)

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