570 Mitarbeiter betroffen
Berliner Elektronikkette Pro-Markt pleite
Die Berliner Elektronikkette Multimedia Pro-Markt Handels GmbH steht vor dem Aus: Die Inhaber, die Brüder Matthias und Michael Wegert, haben Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen mit 27 Filialen, kooperierte seit Anfang 2006 mit dem Düsseldorfer Elektrohandelsriesen Electronic Partner (EP) und betreibt seine Läden seitdem unter dem EP-Markennamen Medimax.
Wie die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf die Geschäftsleitung schreibt, wird der Betrieb vorerst in vollem Umfang fortgeführt. Auslöser soll die "überraschende fristlose Kündigung einer Haftung" gewesen sein, erklärten die Gebrüder Wegert. Betroffen seien 570 Mitarbeiter. Nach ersten Gesprächen mit dem Insolvenzverwalter gebe es aber Aussichten für eine mögliche Sanierung.
Die Gebrüder Wegert hatten bei der Besiegelung der Allianz mit EP Ende 2005 noch davon gesprochen, dass nun die Sanierung der Handelsfirma abgeschlossen sei. Die Kette, die damals unter dem Namen Makromarkt firmierte, hatte zu dieser Zeit noch 48 Filialen. 16 davon mit 350 Mitarbeitern wurden für einen zweistelligen Millionenbetrag an Medimax verkauft. Die bei Promarkt damals verbliebenen 32 Läden mit 1 100 Mitarbeitern wurden in eigener Regie und mit einem Franchisevertrag von Medimax fortgeführt. Miteigentümer Michael Wegert äußerte bei Bekanntgabe der Kooperation Ende 2005 die Erwartung, dass seine neuformierte Gruppe 2007 schwarze Zahlen schreiben würde. Dazu ist es offenkundig nicht gekommen. Sollten die Pro-Markt-Filialen doch noch ihren Geschäftsbetrieb einstellen, würde dies auch ein großes Loch in das Vertriebsnetz von der EP-Tochter Medimax reißen - schließen wäre dann ein knappes Drittel der Medimax-Läden betroffen. (mf)
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