| Suche | |

Von Dr. Ronald Wiltscheck
Das am 30. Juni 2007 beendete Geschäftsjahr 2006/2007 schloss Microsoft mit einem Umsatz von 51,1 Milliarden Dollar ab, das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig konnte der Softwarekonzern seinen Jahresgewinn um 11,6 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar steigern.
Im Client-Bereich setzte Microsoft 14,972 Milliarden Dollar um, das sind 14,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Produktsegment "Server & Tools" schlug sich in Erlösen von 11,175 Milliarden Dollar nieder (plus 15,8 Prozent). Microsofts Business Division (Dynamics- und Office-Produkte) trug mit 16,396 Milliarden Dollar zum Jahresumsatz des Konzerns bei, das sind 13,2 Prozent mehr als in den vorherigen zwölf Monaten. Die Entertainment-Abteilung der Redmonder (Xbox & Co.) erzielte Erlöse in Höhe von 6,083 Milliarden Dollar, allerdings bei einem Bruttoverlust von 1,892 Milliarden Dollar. Darin sind auch die Rückstellungen in Höhe von einer Milliarde Dollar für die Xbox-Hardware-Fehler inbegriffen.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Microsoft einen Umsatz von 56,8 bis 57,8 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 22,2 bis 22,7 Milliarden Dollar. Wie gewohnt nennt hier der Konzern keine speziellen Ziele in Deutschland, aber so viel wurde vorab bekannt: Der seit einem halben Jahr amtierende Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg möchte in den kommenden zwölf Monaten über 1.500 neue ERP-Kunden hierzulande gewinnen - sicherlich auch mit der vor zwei Wochen angekündigten neuen Version aus der Dynamics-Reihe "Entrepreneur Solution", die sich an Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern wendet. Gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr soll damit das ERP-Geschäft um 13 Prozent anwachsen.
Aber auch im Bereich "Information Worker" rechnet Berg mit signifikantem Zuwachs: Um 40 Prozent sollen sich die Lizenzerlöse mit Office und Sharepoint in den nächsten zwölf Monaten erhöhen. Relativ moderat soll dagegen das Geschäft mit dem Windows Server wachsen: um zwei Prozent. Die mit dem Verkauf von SQL-Server-Lizenzen verbundenen Umsätze hofft Berg dagegen um zwölf Prozent steigern zu können. Starkes Wachstum soll nach Vorstellungen des Microsoft-Geschäftsführers die Mittelstand-und-Partner-Abteilung unter der Führung von Robert Helgerth erwirtschaften: Hier rechnet Berg mit einem Plus von 21 Prozent. Das Hosting-Geschäft soll gar um 35 Prozent zulegen, und im öffentlichen Sektor möchte Microsoft zwölf Prozent mehr Umsatz machen.
Microsofts Deutschland-Chef Achim Berg hat sich für die kommenden zwölf Monate ehrgeizige Ziele gesetzt: 40 Prozent mehr Lizenzerlöse im Office-Bereich und 1.555 neue ERP Kunden. Da sind verkaufsstarke und betriebswirtschaftlich kompetente Partner gefragt, denn so ohne weiteres lässt sich einem Kunden nicht eine neue Office-Infrastruktur aüberstülpen, da müssen die Geschäftsprozesse nachher schon wesentlich leichter von der Hand gehen.
Da nur acht Prozent aller kleinen Unternehmen in Deutschland über eine eigene IT-Abteilung verfügen, ist das Gros der Firmen oft schon bei kleinen Softwareproblemen oder bei fehlerhafter Hardware auf Hilfe von außen angewiesen. Laut einer Microsoft-Umfrage engagieren 54 Prozent der Unternehmen bei Problemen einen festen IT-Partner zur Wartung ihrer Software. 42 Prozent der kleinen Betriebe lösen die Fragen der IT-Infrastruktur intern oder bitten Bekannte und Verwandte um Rat.
Die Mehrheit der befragten Kleinbetriebe (61 Prozent) beauftragt ihren IT-Servicepartner nur bei Bedarf. 39 Prozent der kleinen Unternehmen haben mit ihrem festen IT-Partner einen mittel- bis langfristigen Vertrag abgeschlossen. Weitere Ergebnisse der Studie: www.kleineUnternehmen.de/trendbarometer. MF
Anzeige