25.02.2010 | 08:13 Uhr

Sharepoint, Lotus Live, GoogleApps

Teamwork in der Cloud – ein Messetrend

Vor allem mittelständische Betriebe mit einem pragmatischen Verhältnis zur IT sind an den Cloud-Angeboten von Microsoft, IBM und Google interessiert. Sie versprechen geringe und planbare Kosten, mehr Flexibilität und weniger Aufwand.

Gehostete Collaboration-, Messaging- und Office-Lösungen, wie sie Microsoft, IBM oder auch Google bieten, kommen Unternehmen in Zeiten, in denen jeder Cent mehrfach umgedreht werden muss, entgegen. Die Angebote sind nach Bedarf zu- und abschaltbar, können exakt justiert und finanziert werden - und sind so sicher, wie ein von Microsoft, IBM oder Google kontrolliertes Rechenzentrum eben sicher ist. Vielen Betrieben reicht das aus, sie sehen ihre eigene Infrastruktur als deutlich gefährdeter an. Praktisch am Thema Cloud ist auch der flexible Online-Zugriff von unterschiedlichen Lokationen aus, so dass innerhalb von Unternehmen oder firmeneigenen Netzwerken mit Kunden und Partnern einfach kooperiert werden kann.

Microsoft glaubt an Sharepoint Online

Cloud auf der CeBIT
Wo IBM, Microsoft und Google zu finden sind
  • Microsoft zeigt auf der CeBIT 2010 eine Live-Demo der Online-Services sowie Partnerlösungen, die auf Sharepoint Online und Exchange Online basieren. Zudem gibt es Deployment-Tipps zur Migration von Altsystemen sowie der Integration der Online-Services in ein bestehendes Active Directory. (Halle 4, A26)

  • IBM ist mit seinem Lotus-Live-Angebot in Halle 2 am Stand A10 zu finden. Interessierte wenden sich an den Demopunkt Nummer 045 in der Zone Smarter Work. Infos gibt es zu Dokumenten-Sharing, Aufgaben-Management, Online-Konferenzen, Webinars, Instant Messaging, E-Mail und anderem.

  • Google hat sich - sehr kurzfristig - ebenfalls für eine CeBIT-Präsenz entschieden. Das Unternehmen wird auf einem 100-Quadratmeter-Stand in der Webciety-Area (Halle 6, Stand G40) ausstellen.

Achim Berg ist von der Idee überzeugt: "Cloud Computing ist ein realer Trend, kein Hype", sagt der Microsoft-Geschäftsführer im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE. Derzeit erlebe sein Unternehmen eine ungewöhnlich große Nachfrage nach entsprechenden Services. In den vergangenen neun Monaten hätten sich über 500 deutsche Unternehmen, insbesondere aus dem Mittelstand, für Produkte aus der "Business Productivity Online Suite" entschieden, zu der unter anderem "Sharepoint Online", "Exchange Online" und "Office Communications Online" gehören. Vor allem die Sharepoint-Nachfrage sei groß, berichtet Berg.

Unternehmen mit 40 oder 50 Mitarbeitern zeigen sich dem Microsoft-Chef zufolge besonders aufgeschlossen. Sie schätzten die schnelle Software-Einführung, die exakte Kostenkontrolle und die Möglichkeit, gesetzlicher Richtlinien, zum Beispiel für Schutz und Aufbewahrung elektronischer Kommunikation und E-Mails, mit geringerem Aufwand einhalten zu können. Die sich abzeichnenden Marktverschiebungen in Richtung Cloud-Lösungen seien längst auch im Partnernetz erkannt worden. Einige Microsoft-Partner, die vorher gar nicht so in Erscheinung getreten seien, beherrschen die Cloud-Themen laut Berg besonders gut und spielen sich jetzt in den Vordergrund.

Cloud-Lösungen für Messaging, Collaboration und Office bietet beileibe nicht nur Microsoft an - auch wenn das Unternehmen durch seine starke Marktpräsenz gut positioniert ist. Viele Kunden steuern von der E-Mail bis hin zum CRM-System ohnehin schon auf Microsoft-Kurs. Für sie geht es nun darum, in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung Kosten- und Flexibilitätsvorteile zu heben. Sie möchten Anwendungen zwischen dem lokalen Rechenzentrum und der "Cloud" verschieben können und sich von aufwändigen Wartungsarbeiten und fixen Lizenzkosten entlasten - denn Cloud-Services werden nach aktuellem Bedarf benutzer- oder volumenabhängig abgerechnet.

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