04.02.2010 | 15:03 Uhr

Quartalsergebnisse 2009

Der Netzwerkmarkt erholt sich - Cisco profitiert

Auch die Netzwerkbranche profitiert von milliardenschweren Kredit- und Investitionsprogrammen sowie Unternehmensinvestition im vergangenen Jahr. Die jüngsten Quartalsergebnisse von Schwergewicht Cisco, dem Carrier-Konkurrenten Juniper, aber auch Switch-Spezialist Extreme und Datenbeschleuniger Riverbed zeigen dies.

Doch sie zeigen ebenso, dass im vor allem projektgetriebenen, oft über Partner adressierten Netzwerkmarkt die Karten wieder ungleich zugunsten Ciscos verteilt sind. Der Netz-Elefant ist trotz vieler Versuche der Konkurrenten, seine Vormachtstellung ins Wanken zu bringen, die Nummer Eins bei Unternehmen und Service Providern geblieben. Immerhin: Im schwierigen Jahr 2009 konnten sich die Konkurrenten halten. Das erscheint als erfreuliches Indiz für die Geschäfte des laufenden Jahres 2010.

Cisco profitiert von milliardenschweren Kredit- und Investitionsprogrammen sowie Unternehmensinvestition im vergangenen Jahr.
Cisco profitiert von milliardenschweren Kredit- und Investitionsprogrammen sowie Unternehmensinvestition im vergangenen Jahr.

Cisco, gerade 25 Jahre alt geworden, berichtete für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal 2009/ 10 (Ende: 23. Januar), es habe 1,9 Milliarden Dollar (gemäß GAAP) verdient; der Umsatz lag bei 9,8 Milliarden Dollar. Im Vergleichsquartal des Vorjahres betrug der Gewinn bei 1.5 Milliarden Dollar; dafür musste Cisco 9,1 Milliarden Dollar umsetzen.

Cisco-Chef John Chambers sagte, die Zahlen seien ein eindeutiges Signal dafür, dass die Wirtschaft sich wieder erhole. Cisco habe in fast allen Sparten seine Umsätze erhöhen können; die Geschäfte seien wesentlich besser als erwartet gelaufen. In den USA sei die Auftragslage mit einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sehr gut gewesen; gut in Asien mit einem Plus von zehn Prozent, und immerhin mäßig gut in Europa mit vier Prozent.

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Der Netzwerker erklärte weiter, er erwarte im laufenden Quartal rund zehn Milliarden Dollar Umsatz; dazu sagte Chambers, er rechne fest mit einer weiteren Erholung der Wirtschaft, und sein Unternehmen werde weiterhin in neue Geschäftsfelder investieren und sie zu nennenswerten Umsatzbringern machen.

Cisco-Konkurrent Juniper Networks bilanzierte für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2009 einen Gewinn von 131 Millionen Dollar (gemäß GAAP); der Umsatz betrug 941,5 Millionen Dollar. Der Netzwerker, der insbesondere Carrier und große Unternehmen mit Routern ausrüstet, nahm rund ein Fünftel weniger ein als im Vorjahresquartal, während der Umsatz nahezu gleich blieb.

Über das Jahr gesehen verdiente Juniper 480 Millionen Dollar; im Vorjahr waren es 695 Millionen. Betrachtet man das Nettoergebnis, bleiben 225 Millionen Dollar bei Juniper hängen; im Jahr 2008 waren es 511 Millionen

Der Umsatz verringerte sich von 3,57 Milliarden auf 3,31 Milliarden Dollar. Ungeachtet dessen erklärte CEO Kevin Johnson, der Markt sei nach dem Finanzdesaster Ende 2008 wieder auf einem guten Weg. Die Unternehmen investierten wieder, und er sei überzeugt, dass seine Company mit einem guten Jahr rechnen können. "Wir sind bei Carriern und Unternehmen gesetzt", verssicherte der CEO. Zudem rechne er damit, dass diverse OEM-Abkommen mit IBM und Dell die Geschäfte in Datencentern voranbringen werden.

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