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21.05.2012 | 07:54 Uhr

Interview mit Peter Bücker, Bücker EDV

Kunden vor Zero-Day-Attacken schützen

Die Gefahren im Netz nehmen weiter zu, immer mehr Unternehmen und auch Privatleute müssen sich vor Angriffen aus dem Netz schützen. Doch die Sache hat auch etwas Gutes: Den Security-Resellern geht die Arbeit nicht aus, wie Peter Bücker, Geschäftsführer bei der R.Bücker EDV-Beratung Datentechnik GmbH zu berichten weiß.

Herr Bücker, wie schützen Sie Ihre Kunden vor "Zero-Day"-Attacken, also vor Bedrohungen, für die noch keine Virensignatur besteht?

Peter Bücker: Hier greift das Konzept der sogenannten proativen Security. Wir konzentrieren uns auf zwei Bereiche: Zum einen auf den Schutz gegen Bedrohungen innerhalb des Unternehmens. Da geht es zum Beispiel um die Kontrolle des Webzugangs, um die Überwachung von USB-Schnittstellen und CD/DVD-Laufwerken sowie um Festplatten-, Ordner- und Dateiverschlüsselung. Derzeit fragen hauptsächlich mittelständische Firmen derartige Lösungen verstärkt nach.

"Wir registrieren derzeit eine stärkere Nachfrage nach IPS-Appliances." Peter Bücker, Geschäftsführer der R.Bücker EDV-Beratung Datentechnik GmbH
Foto: Bücker EDV

Zum anderen installieren wir bei größeren Geschäftskunden Intrusion-Prevention-Systeme (IPS) zum Schutz vor den Zero-Day-Attacken. Hier kommen auch immer öfter die "In-the-Cloud-Lösungen" zum Einsatz. Damit können unsere Kunden viel rascher auf neue Bedrohungen reagieren als mit herkömmlichen Updates.

Was leisten diese Intrusion-Prevention-Systeme?

Bücker: IPS-Appliances arbeiten auf verschiedenen Layern: Sie untersuchen ein- und ausgehende Datenpakete, setzen diese zusammen und analysieren deren Verhalten in einer "Sand Box". Sobald dabei etwas Verdächtiges auftritt, wird dieser Datenstrom unterbrochen.

Kommt es dabei nicht zu Performance-Problemen?

Bücker: Nein, denn die IPS-Appliances sind hardwareseitig genau für diese Aufgaben optimiert worden.

Für welche Kunden eignen sich derartige IPS-Appliances?

Bücker: Derzeit interessieren sich vor allem Kunden mit mehr als 1.000 PC-Arbeitsplätzen für diese Sicherheitssysteme, denn ihnen ist die Gefahrenlage bewusst. Langsam reift diese Erkenntnis aber auch bei den Budgetverantwortlichen, sodass wir zurzeit eine zunehmende Nachfrage nach IPS-Appliances spüren - auch von kleineren Kunden. Manche von ihnen habe sicherlich schon Einbruchsversuche erlebt.

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