09.09.2009 | 19:37 Uhr

White-Box-Netbooks

Foxconn zieht sich aus Brand-Business mit Grafikkarten zurück

Der OEM-Riese Foxconn Electronics hat das Markengeschäft mit Grafikkarten aufgegeben und die meisten der 9.000 Mitarbeiter aus der Channel Service Division (CSD) in die OEM-Division gesteckt.

Wie der asiatische Newsservice "Digitimes" den CEO-Assistenten Young Liu zitiert, sollen lediglich 500 Mitarbeiter, hauptsächlich Vertriebs- und Marketingleute bei CSD bleiben.

Foxconn CSD hat unlängst White-Box-Notebooks und Smartbooks als neue Geschäftsbereiche entdeckt. Hinsichtlich des Markengeschäfts mit Motherboards sei man auch etwas zurückhaltender geworden, so Liu.

Nach der Reorganisation rechnet das Unternehmen 2009 mit sechs bis sieben Millionen Eigenmarken-Mainboards. 2008 waren es fünf Millionen Stück. Zusätzlich zu den Eigenmarken-Produkten geht Foxconn für 2009 von weltweit 30 Millionen OEM-Board-Lieferungen aus.

Enttäuscht zeigt sich Foxconn von den Netbook-Verkäufen in China. Liu erklärt dies mit der geringen Verbreitung von 3G-Netzwerken in dem Milliardenreich sowie mit dem Intel-Verdikt, dass Atom-Prozessoren auf Netbooks bis 10,2 Zoll beschränkt sein sollen.

Das Unternehmen arbeite aber kräftig daran, mehr Aufträge an Land zu ziehen und im neuen Heimatmarkt in dem Segment an die Spitze zu gelangen. (Foxconn bzw. die Mutter Hon Hai kommt eigentlich aus Taiwan, ist aber in Hongkong gelistet)

Obwohl einige White-Box-Anbieter den Markennamen Foxconn benutzen wollen, hat das Unternehmen Notebooks und Netbooks bisher nur als OEM- oder Auftragsfertiger produziert.

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