Test
Intels neue Server-CPU Xeon X5570 Nehalem-EP
Mit der Xeon-5500-Generation führt Intel den Nehalem für 2-Sockel-Server ein. Die neuen Prozessoren bieten die doppelte Performance sowie eine deutlich bessere Energieeffizienz als AMDs Opteron „Shanghai“. Mit ihren acht Cores übertrumpfen Nehalem-EP-Server sogar aktuelle 4-Sockel-Xeon-Server mit 24 Cores.
Von Christian Vilsbeck, TecChannel
Testbericht
Intels Nehalem-Architektur ist angelangt, wo sie hingehört – in Servern mit mehreren CPUs. Mit der neuen Xeon-5500-Serie „Nehalem-EP“ vollziehen Intel-basierende 2-Sockel-Server einen kompletten Wechsel in der Systemarchitektur. Der x86-basierende Servermarkt wird laut IDC zu 70 Prozent von 2-Sockel-Systemen beherrscht.
Bereits bei den Desktop-Prozessoren - hier wurde die Nehalem-Architektur im November 2008 eingeführt - spielt der Core i7 in einer eigenen Liga. Dabei wirken sich die entscheidenden Vorteile, wie der integrierte Speicher-Controller und das serielle QuickPath-Interface, bei einer alleine arbeitenden CPU noch wenig aus.
Nicht umsonst agiert AMDs Opteron in der Domäne von Systemen mit zwei und mehr x86-Prozessoren äußerst konkurrenzfähig gegen Intel. Das Konzept mit den flexiblen HyperTransport-Schnittstellen sowie den Speicher-Controllern in der CPU erwirkt in Mehrwegesystemen besonders bei speicherintensiven Szenarios entscheidende Vorteile.
Bisher müssen sich Intels Quad-Core-Xeons bis hin zur Serie 5400 mit einem „klassischen“ FSB begnügen. Die Kommunikation zwischen den CPUs und zum Speicher erfolgt immer über den Chipsatz - Latenzzeiten sind hoch, Bandbreiten bleiben beschränkt. Beim Xeon 5500 „Nehalem-EP“ ist Schluss damit: Jede CPU besitzt einen integrierten Speicher-Controller für drei DDR3-1333-Channels. In der neuen zugehörigen 2-Sockel-Plattform „Tylersburg-EP“ kommunizieren die zwei Xeon 5500 untereinander und zum Peripherie-Chipsatz 5520„Tylersburg-36D“ mit jeweils eigenen QuickPath-Schnittstellen. AMDs Direct Connect Architecture lässt grüßen…
Auch die nicht gerade sparsam mit Energie hantierenden FB-DIMM-Speicher wirft Intel über Bord. Jetzt kommen DDR3-Speichermodule in gepufferter Ausführung zum Einsatz. Schon deshalb sollte die Energieeffizienz der Nehalem-EP-Server steigen. AMDs 2-Sockel-Server mit Opteron-Shanghai-CPUs sind in der Performance pro Watt den bisherigen Xeon-5400-basierenden Systemen überlegen.
Mit seiner neuen 2-Sockel-Serverplattform „Tylersburg-EP“ will Intel sich keine Schwächen mehr leisten. Im TecChannel-Testlabor untersuchen die neue Plattform mit den Topmodellen Xeon X5570. Die 45-nm-Quad-Core-CPUs mit Hyper-Threading arbeiten mit 2,93 GHz Taktfrequenz. Durch die Turbo-Technologie agieren einzelne Kerne mit bis zu 3,33 GHz. Der TDP-Wert bleibt auf 95 Watt beschränkt.
Als Vergleich für den Xeon X5570 dienen in möglichst identisch ausgestatteten 2-Sockel-Servern die Vorgänger der Xeon-5400-Serie sowie AMDs Opteron-Modelle „Barcelona“ und „Shanghai“. Wir überprüfen die Performance der CPUs bei Integer- und Floating-Point-Anwendungen sowie bei Verschlüsselung, Rendering und Simulation. Die Geschwindigkeit bei Java-Applikationen wird ebenso untersucht wie die Energieeffizienz der Zwei-Sockel-Systeme.
Außerdem nehmen wir einen 4-Sockel-Server mit vier 6-Core-CPUs Xeon X7460 Dunnington zur Leistungseinordnung in den Vergleich mit auf. Die Ergebnisse der neuen Xeon X5570 „Nehalem-EP“ düpieren nicht nur die konkurrierenden Prozessoren für 2-Sockel-Systeme.
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- Seite 3: Testsysteme: Neue Tylersburg-EP-Plattform
- Seite 4: Singlethread Integer: SPECint_base2006
- Seite 5: Multitask Integer: SPECint_rate_base2006
- Seite 6: Singlethread Floating Point: SPECfp_base2006
- Seite 7: Multitask Floating Point: SPECfp_rate_base2006
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- Seite 9: SPECpower: Maximale Java-Performance
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- Seite 12: SPECpower: Maximaler Energieverbrauch
- Seite 13: SPECpower: Minimaler Energieverbrauch
- Seite 14: 1 vs. 2 Netzteile: Effizienz und Verbrauch
- Seite 15: Analyse: SunGard ACR
- Seite 16: Linpack 64 Bit
- Seite 17: Encryption/Decryption: openSSL 64 Bit
- Seite 18: Rendering: SPECapc 3ds Max 2009 x64
- Seite 19: Rendering: CINEBENCH 10 64 Bit
- Seite 20: Fazit
















