Auch Google profitiert von "Info-Leaks"
Kontrollierte "Leaks" erfüllen seit Jahren den Zweck, kostenlose Aufmerksamkeit für ein Unternehmen oder ein neues Produkt zu generieren. Durch die zunehmende mediale Vernetzung und die sozialen Netzwerke verbreiten sich neue Informationen zudem in ungeahnter Geschwindigkeit. In jüngster Zeit geriet vor allem Google "unter Verdacht", kurz vor dem Start des eigenen Browsers Chrome sowie des Google-Smartphones Nexus One mit versehentlich publizierten Informationen nachgeholfen zu haben.
Während bei Chrome ein frühzeitig publiziertes Comic innerhalb weniger Minuten für die heiß ersehnte Google-Schlagzeile auf sämtlichen Internetplattformen sowie in Foren und Social Networks sorgte, nahm Google bei Nexus durch die frühzeitige Verteilung der Telefone an Mitarbeiter in Kauf, dass diese mit inoffiziellen Erfahrungsberichten und Bildern den notwendigen Hype bei Online- und Printmedien einläuteten.
"Eine derartige Strategie, wie sie Apple praktiziert, setzt eine attraktive Marke und gute Bekanntheitswerte zumindest im relevanten Geschäftsumfeld voraus. Als problematisch kann sich allerdings erweisen, wenn Gerüchte sich verselbständigen und falsche Erwartungen geweckt werden, die das Unternehmen letztendlich nicht erfüllen kann", meint Pleil. (pte)
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