Tastatur
Ein weiterer Vorteil der 10,2-Zoll-Geräte: Sie sind etwas breiter als die Netbooks mit 8,9-Zoll-Display. Deshalb bieten sich Platz für eine größere Tastatur - wichtig für ein Mobilgerät, das vor allem für Mail, Chat und sonstige Texte dienen soll. Die Tastatur fällt allerdings bei allen Netbooks deutlich kleiner aus als bei Standard-Notebooks. Viele Tasten sind schmaler und teilweise anders platziert – Schnellschreiber müssen auf jeden Fall eine Umgewöhnungszeit einplanen.
Ausstattung
Wie viel Platz die Festplatte des Netbooks haben muss, liegt an den persönlichen Nutzungsgewohnheiten. Ist der Mini-Laptop als Zweit- oder Drittrechner im Einsatz, genügt eine kleine Festplatte: Wichtige Daten und Multimedia-Inhalte speichert man dann auf dem PC. Mehr als 160 GB Plattenplatz bekommen Sie derzeit in keinem Netbook: Doch in die meisten Mini-Laptops lässt sich problemlos eine größere 2,5-Zoll-Platte einbauen.
Einige Hersteller rüsten ihre Netbooks statt mit einer Festplatte mit Flash-Speicherbausteinen aus, die sie als Solid State Disk bezeichnen. Doch die Flash-Platte ist meist weder schneller noch sparsamer als eine übliche Notebook-Festplatte. Allerdings ist sie robuster, weil sie keine beweglichen Teile enthält.
Besonders bei den Komponenten für die Kommunikation unterscheiden sich die Netbooks im Detail: Sie haben entweder ein WLAN-Modul nach dem aktuellen Draft-11n-Standard oder unterstützen nur den älteren 11g-Standard. Bluetooth haben nicht alle integriert: Wer den Kurzstreckenfunk trotzdem benötigt, kann ihn per USB-Stick nachrüsten. Ebenso wie ein UMTS/HSDPA-Modem: Viele Netbooks bieten zwar einen passenden internen Steckplatz, sind aber standardmäßig nicht mit einem Mobilfunkmodem ausgerüstet.
Fazit
Rund ein Jahr ist die Kategorie der Netbooks jetzt. Die Mini-Laptops haben eine Nische als mobiler Zweit- oder Drittrechner gefunden: Viele Anwender schätzen sie nicht nur aufgrund des günstigen Preises, sondern auch weil sie für ihre Alltagsaufgaben gar nicht mehr Rechenleistung benötigen als die Netbooks bieten.
Doch vom Eee PC bis heute hat sich viel getan: Die Mängel der ersten Netbooks bei Ausstattung, Handhabung, Rechentempo, Display- und Tastaturqualität sind bei der aktuellen Generation weitgehend behoben. Doch die neuen Netbooks haben nicht nur einen größeren Akku, eine größere Festplatte und ein hochwertiges Display - sie sind auch deutlich teurer.
Trat der Eee PC 701 4G noch als 300-Euro-Notebook an, liegen der Preis der aktuellen Netbook-Modelle zwischen 350 und 450 Euro: Der Preisunterschied zu Billig-Notebooks ist damit fast völlig verschwunden. Mit auffälligem Design wollen Anbbieter wie Asus und Medion die Kunden dazu bewegen, sogar noch mehr Geld für ein Netbook auszugeben.
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Umso genauer sollte man sich überlegen, ob man ein rechenschwaches, aber sehr mobiles Netbook will oder ein deutlich schnelleres und besser ausgestattetes Notebook für den Schreibtisch bevorzugt. (pcwelt/cm)
















