12.02.2010 | 09:50 Uhr

Analyse von Websense

Warum Suchmaschinen immer mehr Malware ausspucken

Während die Anzahl der Spams mit Bildinhalten zurück geht, nimmt die Menge an E-Mails mit Verweisen auf Spam-Websites beständig zu. Quelle: Websense, 2009
Während die Anzahl der Spams mit Bildinhalten zurück geht, nimmt die Menge an E-Mails mit Verweisen auf Spam-Websites beständig zu. Quelle: Websense, 2009

Durch gezielte Manipulation landen immer häufiger Webseiten mit Malware ganz oben im Ranking von Suchmaschinen. Zudem verstärken Cyber-Kriminelle ihre Angriffe auf Web-2.0-Seiten. Dies ist das Fazit der Websense Security Labs in ihrem Bericht zur Internet Security im zweiten Halbjahr 2009.

Demnach führten 13,7 Prozent der Suchergebnisse zu Webseiten, die mit Malware oder Trojanern infiziert waren. Außerdem konzentrieren sich die Malware-Attacken immer stärker auf Web-2.0-Seiten. Hier ist die Erfolgsquote höher als bei groß angelegten Spam-Kampagnen, auf die sich Cyber-Kriminelle noch im ersten Halbjahr 2009 konzentrierten. Nach dem Prinzip einer Schrotflinte konnten sie hier nur wenige Treffer landen.

Insgesamt ist die Zahl der bösartigen Webseiten im zweiten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um 225 Prozent angestiegen. In der zweiten Jahreshälfte 2009 stammten 71 Prozent des bösartigen Programmcodes, wie Trojaner oder Spyware, von "legitimen" Webseiten, die zuvor von Hackern gekapert wurden

Bis zu 95 Prozent der Kommentarbereiche von Web-2.0-Seiten, von Blogs, Chat-Rooms und Message-Boards enthielten Spam oder Malware. 37 Prozent aller Web-Angriffe zielten auf den Diebstahl sensibler Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen. Insgesamt waren 57 Prozent aller Delikte, bei denen es um den Diebstahl persönlicher Daten ging, via Web angezettelt worden. Laut Websense waren 85,8 Prozent aller Mails Spam, und 81 Prozent der E-Mails enthielten Links zu bösartigen Webseiten. (rw)

Wissensvorsprung sichern - jetzt kostenlose Themen-Newsletter bestellen

Wenn ich mit Kunden über Security-Lösungen rede, stelle ich fest, dass ...
... viele die Bedrohung durch Angriffe oder Malware nicht wahrhaben wollen.
... viele Firmen jede Menge Sicherheitslücken ausweisen.
... bei vielen die IT-Sicherheit am liebsten intern geregelt wird (also ohne externen Dienstleister)
... Firmen ihre Mitarbeiter immer häufiger in Sicherheitsfragen schulen lassen.
... bei IT-Sicherheit derzeit am wenigsten gespart wird.
... ich danach immer einen Auftrag in der Tasche habe.

Kommentar ins CP forum schreiben