Welchen Anteil der "margenstarke Anteil" derzeit an den Umsätzen der SHC ausmacht, sagte Arques nicht. Doch es erklärte, es werde "gezieltes Wachstum durch eine Vielzahl an Produktinnovationen, zum Beispiel im Bereich Voice over IP sowie durch den Ausbau des internationalen Geschäfts" zu erreichen suchen. Des Weiteren versprach der Investor, "verstärkt in Forschung und Entwicklung an den Forschungsstandorten in Deutschland und Polen" zu investieren.
Mit der SHC hat Arques nach Actebis und NT Plus das dritte IT-Schwergewicht in seinem Portfolio. Actebis, drittgrößter Distributor in Deutschland mit rund 3,6 Milliarden Euro Umsatz, und nach der Übernahme erklärter Börsenkandidat, hat bei Arques für erhebliche Schwierigkeiten gesorgt. Nachdem der Kapitalmarkt einen Börsengang in diesem Jahr nahezu ausschlossen hat, änderte Arques im Juni seine Strategie und kündigte an, Actebis könne auch verkauft werden – etwa an einen weiteren Investor.
Anfang Juli hatte Arques-Chef Michael Schumann erklärt, der Kauf der früheren Otto-Tochter sei zwar angesichts des niedrigen Preises von 110 Millionen Euro richtig gewesen, aus heutiger Sicht würde Arques Actebis aber nicht noch einmal erwerben. Derzeit ist offen, was mit Actebis passiert.
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Gut für die SHC-Mitarbeiter erscheint, dass die durch Korruptionsaffären gebeutelte Siemens nach den Sinitec- und BenQ-Pleiten sich den Käufer sorgfältig ausgewählt haben dürfte. In diesem Sinn sagte Siemens-Finanzchef Joe Kaeser: "Bei der Auswahl des Partners für SHC waren uns standort- und beschäftigungssichernde Maßnahmen besonders wichtig."
Allerdings sagte Schuman auch, die SHC habe ein gesundes Kerngeschäft, aber auch hohes Reorganisationspotenzial, Der Frage, ob damit kurzfristige Stellenstreichungen möglich seien wich er auf der Telefonkonferenz vergangenen Freitag aus. Er räumte auch ein, die Arques habe "keine Erfahrung in der Telekommunikation". Das Nämliche hatte sein Vorgänger Martin Vorderwülbecke anlässlich der Übernahme von Actebis eingeräumt. (wl)
















