discuss & discover
Systems-Nachfolger will keine Messe sein
Die "Systems" ist tot, es lebe die "Discuss & Discover": Die Messegesellschaft München wolle sich bewusst von dem herkömmlichen IT-Messe-Konzept wie der "Systems" verabschieden.
Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München GmbH, betonte auf einer Pressekonferenz, Vergleiche der vom 20. bis 22. Oktober 2009 auf dem Münchner Messegelände stattfindende "Discuss & Discover" mit der "Systems" seien deshalb auch nicht möglich.
Diese Haltung dürfte auch Gründe haben, die jenseits der "völlig neuen Wege" liegen - Originaton Dittrich -, die man mit der D&D-Konferenzveranstaltung gehen will.
Die Systems verlor in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung. Immer weniger Hersteller tummelten sich auf dem Messegelände in München-Riem. 2008 stellten sich 1061 Firmen auf den Ausstellerflächen ein, im Jahr zuvor waren es noch 1106 Anbieter gewesen. Im Boom-Jahr 2000 beteiligten sich noch heute unvorstellbare 120.000 Besucher und 3200 Unternehmen an der Systems. Für die im Oktober stattfindende Discuss & Discover erwartet Dittrich nun noch weniger Aussteller.
Zudem scheint es von den Veranstaltungsverantwortlichen recht optimistisch formuliert zu sein, jetzt schon vom "Who is Who der Branche" zu sprechen, das sich auf der D&D herstellerseits einfinden würde. Wichtige Anbieter wie die IBM oder Hewlett-Packard, Apple, Fujitsu-Siemens, Acer, Lenovo, Asus etc. oder Business-Software-Anbieter wie SAP, SAS, IBM/Cognos oder praktisch alle Security-Anbieter fehlen auf der Liste der teilnehmenden Unternehmen, die Dittrich der Presse präsentierte.
Zudem erwartet man nur rund 18.000 Besucher. Dies wäre nicht einmal die Hälfte der "rund 39.000" Besucher, die im vergangenen Jahr die letzte Systems frequentierten. 2007 hatten noch "rund 43.000" Interessierte die ITK-Angebote auf den Ständen begutachtet. Das war allerdings gegenüber 2006 ebenfalls ein - noch dazu massiver - Besucherrückgang von 17 Prozent. Dittrich hatte die Besucherzahlen von 2007 mit der Aussage kommentiert: "Wir haben uns offensichtlich ein zu ehrgeiziges Ziel gesteckt, bei weniger Messetagen die Zahl der Besucher zu steigern." Man darf gespannt sein, ob die Geschichte die Münchner Messeverantwortlichen wieder einholt.
















