VECD-Lizenzmodell 2009
Forrester begrüßt Microsofts Virtualisierungs-Strategie
Das Anfang 2009 von Microsoft vereinfachte Lizenzierungskonzept für die eigene Virtualisierungs-Plattform wird von Forrester begrüßt. Laut dem Marktforscher bekämen dadurch Unternehmen mehr Möglichkeiten, Windows XP und Vista am Client zu virtualisieren. Dennoch, das ganze Prozedere ist nach wie vor zu kompliziert und zu teuer, so Forrester.
Denn auch das Lizenzmodell "Vista Enterprise Centralized Desktop" (VECD) ist an das Software Assurance-Abkommen gebunden, Microsofts Maintenance- und Update-Service, der nach Ansicht der Forrester-Analysten zu kostspielig ist. Außerdem müssten Kunden immer noch auf Windows als Plattform für alle im Unternehmen eingesetzten Virtualisierungslösungen aufsetzen, egal ob sie von Microsoft, VMware, Citrix, Novell, Red Hat oder Collax stammen.
"Das ganze ist nach wie vor sehr kompliziert, aber es öffnen sich nun neue Anwendungsszenarien für die Desktop-Virtualisierung", sagte Forrester-Analystin Natalie Lambert. Mit diesem Verfahren lassen sich virtuelle Abbildungen des Betriebssystems auf die Clients spiegeln. Dabei bekommt der Enduser all seine gewohnten Anwendungen und persönliche Einstellungen zu sehen, nur mit dem Unterschied, dass all diese Daten auf einem Server im Rechenzentrum vorgehalten werden. Damit könnten Kosten für den IT-Unterhalt sinken.
So ließen sich nur temporäre Mitarbeiter leichter in die IT-Landschaft einbinden. Aber auch Vollzeitbeschäftigte könnten auf diese Weise leichter von zu Hause aus arbeiten, denn mit dem virtualisierten Desktop bekämen sie immer die gleiche Benutzeroberfläche präsentiert - auch auf dem heimischen PC. Diese eingekapselte Umgebung ist außerdem besser gegen Angriffe geschützt, als wenn der Anwender tatsächlich mit Daten und Anwendungen auf seinem Client arbeiten müsste.
Das ganze wäre mit der ursprünglichen VECD-Version nicht möglich. Das neue Lizenz-Modell von Microsoft erlaube nun derartige Nutzung von Windows XP und Vista am Client - allerdings sei diese mit zusätzlichen Kosten verbunden, so die Forrester-Analystin Lambert.
Hat ein Unternehmen bereits das Software Assurance-Abkommen mit Microsoft unterschrieben, muss es für die Möglichkeit der "virtuellen" Nutzung des Betriebssystems 23 Dollar pro Jahr und User bezahlen. Falls das nicht der Fall ist, fallen zusätzliche Kosten von 110 Dollar pro Jahr und Endgerät an. Außerdem müsse auf dem Client die Business-Version von Vista oder Windows XP installiert sein, wolle der (Teilzeit)Mitarbeiter die Virtualisierungslösungen von Microsoft legal unter VECD nutzen, erklärt Lambert.
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Vorausgesetzt, die Client-Lizenz ist bezahlt, könnten auch Apple-User unter dem "virtualisierten" Windows im Unternehmensnetzwerk arbeiten, so die Forrester-Analystin. (rw)
















