Weg Nummer vier: Bewusst falsch interpretieren

Elegant können Sie verbalen Angriffen oft auch ausweichen, indem Sie die Killerphrase bewusst uminterpretieren. Nehmen wir an, ein Meeting-Teilnehmer sagt: "Das ist in unserem Betrieb nicht praktikabel." Dann können Sie erwidern. "Ich gebe Ihnen recht, dass wir damit noch keine Erfahrung haben. Entsprechend sorgsam sollten wir die vorgeschlagenen Maßnahmen planen."

Weg Nummer fünf: Das Kind beim Namen nennen

Oft wird in Meetings endlos über Dinge diskutiert, weil Teilnehmer nicht klar sagen, warum sie bestimmte Problemlösungen ablehnen. Dann ist es manchmal sinnvoll, das Kind beim Namen zu nennen und zum Beispiel zu fragen: "Warum lehnen Sie diesen Vorschlag ab - aus persönlichen oder fachlichen Gründen?"

Damit begeben Sie sich sozusagen auf die Meta-Ebene und versuchen zunächst zu klären, woran es liegt, dass Ihr Gegenüber auf Sie und/oder Ihre Vorschläge so ablehnend reagiert. Dies real zu ermitteln, ist für die Beteiligten in Unternehmen (ohne Unterstützung durch neutrale Dritte) meist schwer, denn Unternehmen sind "Zweckgemeinschaften". Deshalb werden persönliche Gründe, gewisse Dinge abzulehnen, meist nicht artikuliert. Sie werden vielmehr "verrationalisiert". Deshalb wird schon die Frage, ob eine Ablehnung rational oder emotional begründet ist, oft als Angriff empfunden. Darum sollten Sie diese in Gruppen nur in Ausnahmesituationen stellen. (oe)

Der Autor Ingo Vogel ist Rhetorik- und Verkaufstrainer, Experte für emotionale Verkaufsrhetorik und Buchautor (Das Lust-Prinzip - Emotionen als Karrierefaktor).

Weitere Informationen und Kontakt: Ingo Vogel, Tel.: 0711 7676-303, E-Mail: info@ingovogel.de, Internet: www.ingovogel.de, oder Bernhard Kuntz, Büro für Bildung & Kommunikation, Tel.: 06151-896590, E-Mail: in-fo@bildung-kommunikation.de, Internet: www.bildung-kommunikation.de

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(Umfrage vom 23 März 2009)

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