In der deutschen IT-Branche
Die wichtigsten IT-Frauen
Mit Luisa Deplazes Delgado hat die SAP AG im Herbst wieder eine Frau im Vorstand. Schauen Sie, wer für uns noch zu den Top-Managerinnen in der deutschen IT-Szene gehört.
von Alexandra Mesmer (Computerwoche-Redakteurin)
Ein Jahr lang dauerte es, bis die SAP AG mit Luisa Deplazes Delgado eine neue Frau im Vorstand präsentieren konnte. Der Softwarekonzern holte die erfahrene Managerin vom Markenartikler Procter & Gamble, für den sie seit über 20 Jahren arbeitete. Ihre Vorgängerin als Personalvorstand und SAP Arbeitsdirektorin, Angelika Dammann, war nach nur einem Jahr zurückgetreten. Arbeitnehmervertreter hatten die regelmäßigen Heimflüge der Hamburgerin mit dem firmeneigenen Learjet kritisiert, die nicht zu SAPs offiziellem Bekenntnis zu Klimaschutz und ökonomischer Nachhaltigkeit passten.
Die lange Suche nach einer Nachfolgerin zeigt, dass in Deutschland Top-Managerinnen Mangelware sind. Ähnlich das Bild in Europa: Nur 14 Prozent der Vorstandsmitglieder in europäischen Unternehmen sind weiblich. Auf der Internet-Konferenz DLD Woman in München bekräftigte EU-Kommissarin Viviane Reding darum ihre Absicht, im Herbst einen Gesetzentwurf zur Einführung einer europaweiten Frauenquote in den Vorständen börsennotierter Unternehmen vorzulegen. Freiwillige Vereinbarungen hätten nichts verändert, kritisierte sie. Reding sprach sich für eine Frauenquote von 30 Prozent bis 2015 und 40 Prozent bis 2020 aus. Sie wies auf ein Gesetz in Frankreich hin, das eine stärkere Beteiligung von Frauen im Top-Management von Unternehmen erreichen soll. Dort sei der Frauenanteil inzwischen von zwölf auf 22 Prozent gestiegen.
Hierzulande sind immer noch wenige Frauen in die elitären Vorstandsetagen von Dax-30-Unternehmen vorgestoßen: Die Deutsche Telekom, Daimler, Henkel, BASF und die Deutsche Post haben erst seit 2011 Frauen in die oberste Führungsriege berufen. Die Siemens-Vorstandsfrauen Barbara Kux und Brigitte Ederer sowie Eon-Verstandsfrau Regine Stachelhaus behaupten sich schon etwas länger in den Top-Etagen der deutschen Wirtschaft.
Auch jenseits der Dax-Konzerne finden sich nur selten Frauen in den Führungsriegen der Unternehmen. IT-Firmen bilden da keine Ausnahme. Doch das Blatt beginnt sich zu wenden: 2011 stieg Martina Koederitz zur Chefin von IBM Deutschland auf. Mit über 21.000 Mitarbeitern gehört der IT-Hersteller auch zu den größten IT-Firmen hierzulande. Darüber hinaus gibt es
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IT-Unternehmen mit sechs Frauen in der Geschäftsführung;
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Frauen, die IT-Firmen erfolgreich gegründet haben;
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Frauen, die sich als CIOs in Anwenderunternehmen behaupten;
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oder Frauen, die sich in männerdominierten IT-Verbänden und Gewerkschaften durchsetzen.
Schauen Sie, wer für uns zu Deutschlands Top IT-Frauen gehört
Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation Computerwoche. (kv)
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