Razzia wegen AMD
EU durchsucht Intel-Büros in München
Wie ChannelPartner gestern berichtete, hat die EU-Kommission am Dienstag die Büros von Intel durchsucht. Heute wurde bekannt, dass auch Filialen der Media-Saturn-Holding besucht wurden.
Nach Angaben von Intel haben Ermittler der Europäischen Kommission im Zuge ihrer Kartellermittlung die Büros des Chipriesen in München durchsucht. Die EU-Kommission teilte mit, darüber hinaus seien auch die Büros verschiedener Computer-Reseller durchsucht worden. Es bestehe der Verdacht eines möglichen Kartells oder des Versuchs, Wettbewerber aus dem Markt zu drängen.
UPDATE: Gestern machte die EU-Komission keine Angaben zu den durchsuchten Händlern, heute wurde bekannt, dass unter anderem Filialen der Media-Saturn-Holding durchsucht wurden. Dabei werden die Retailer nicht beschuldigt, vielmehr prüft die die EU-Kommission, ob sie den Intel vorgeworfenen Praktiken ausgesetzt war. Auch einer der größten britischen Einzelhändler DSG International soll von der Behörde aufgesucht worden sein.
Die Kommission hatte Intel im vergangenen Juli bezichtigt, den Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) benachteiligt zu haben. Intel soll demnach Computerbauer durch Bargeldzahlungen, Rabatte und Nachlässe dazu bewogen haben, seine Chips zu verbauen anstelle derer von AMD. (Computerwoche;tc) (wl)
















