05.12.2003 | 00:00 Uhr

China wirft ausländische WLAN-Hersteller raus

China hat einen eigenen Sicherheitsstandard für WLANs (Wireless LANs) implementiert, und dessen Nutzung staatlich verordnet. Die Regelung gilt seit Monatsanfang. Demnach dürfen Geräte, die nicht der Spezifikation "Wired Authentication and Privacy Infrastructure" (WAPI) entsprechen, in China nicht mehr verkauft werden. Ein Importverbot besteht ebenfalls, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche meldet.


An der damit verursachten Aufregung bei den Herstellern dürfte auch eine von den chinesischen Behörden eingeräumte sechsmonatige übergangsfrist nur wenig ändern. So heißt es zum Beispiel bei Dell, dass nach heutigem Kenntn die Lieferungen nach China nach Ablauf der Frist eingestellt werden müssen. Intel und Sony prüfen zurzeit, wie sich ein Lieferstopp auf das Gesamtgeschäft auswirken könnte, berichtet das "Wall Street Journal" .

WLAN-Technologie ist nicht der einzige Bereich, in dem das Land der Mitte eigene Standards setzt. Diese werden zum Beispiel auch für den Mobilfunk der dritten Generation und Heimelektronik wie DVDs entwickelt. Vertreter des Standardisierungsgremiums Wifi-Alliance sind eigenen Angaben zufolge mit den chinesischen Behörden in Kontakt getreten, um technische Informationen zu WAPI zu erhalten.

Außerdem werde über mögliche Lizenzierungen gesprochen. Experten gehen davon aus, dass WAPI keinerlei Sicherheitsvorteile gegenüber internationalen Spezifikationen wie WPA (Wi-Fi Protected Access) oder 802.11i bietet. Es handele sich um eine reine Handelsbeschränkung. China ist momentan nach Nordamerika der zweitgrößte WLAN-Markt. 18 Prozent des weltweit verkauften Funknetz-Equipments wurde dort abgesetzt (Nordamerika: 60 Prozent), hat die Synergy Research Group ermittelt. (cm)


Blank
Mehr aus der Rubrik: Alle News
Themennewsletter News bestellen
Blank
Computerwoche meldet. " name="articleabstract"/>
Meinungen schreiben
Benutzername:
Passwort:


Umfrage der Woche
Thema "Schweinepreise": Geht manchen E-Tailern schon die Luft aus?
Ja, denn die Tiefstpreise können auf Dauer nicht von allen gehalten werden.
Ja, das ist die erwartete Marktbereinigung (wie überall).
Das ist derzeit nur ein saisonaler Effekt (kein Weihnachtsgeschäft!).
Nein, es gibt immer noch viel zu viele "Schweinepreise".
Ach, was! Die Zukunft gehört den E-Tailern!
Die beliebtesten Bildergalerien
CeBIT-Babes 2010 – schöne Frauen in Hannover Beruflich blamiert: Top 13 der Peinlichkeiten Die ganz spezielle Modenschau auf der CeBIT 2010 - Kleidung aus Papier Messe-Babes von der CeBIT 2009

Newsletter