Dass ein Großteil der Ware, anders als von Krings dargestellt, wie vereinbart ausgeliefert worden sei, davon könne gar keine Rede sein. Auch nicht davon, dass Orleando die Ware falsch deklariert habe, um sie meistbietend an die Kunden weiterzureichen.
Dass Orleando am 27. Juli 2007 die Reißleine gezogen hat und von dem Vertrag zurückgetreten ist, bezeichnet er als größten Fehler. Denn sonst wäre es vielleicht doch noch zu einer für alle Parteien zufriedenstellenden Einigung mit COS gekommen. So habe der Distributor einfach dicht gemacht und auf Vertragserfüllung gepocht.
Der Vertrag sah insgesamt die Abnahme von Waren mit einem Einkaufswert von 800.000 Euro vor. Laut Stellungnahme der COS seien bis zum Eklat über 93 Prozent der gegen Vorkasse bestellten Ware im Wert von rund 385.000 Euro ausgeliefert worden. Ein Großteil der betroffenen Händler wartete nach knapp einem Monat laut Orleando und eigenen Aussagen immer noch auf die bereits bezahlten Lieferungen. (kh)
















