Blacklist meets Whitelist
Neu ist, dass sowohl KAV als auch KIS "Black-" und "Whitelists" kombinieren. Das heißt: Einerseits erkennt die Software per Virendefinition bekannte Schadsoftware und macht sie unschädlich, andererseits werden unbedenkliche Anwendungen, die auf einer Whitelist stehen, erkannt und zugelassen. Diese Technologie nennt der Hersteller "Hybrid Protection".
Ein weiteres Novum ist eine virtuelle Tastatur, die ein sicheres Einloggen beispielsweise in einen Online-Banking-Zugang ermöglichen soll. Da diese virtuelle Tastatur direkt mit der verwendeten Applikation (zum Beispiel Browser, Dokument etc.) kommuniziere und Logins oder Passworte direkt in das Programm eintrage und sie nicht über das Betriebssystem schicke, könne ein installierter Keylogger diese Daten nicht abfangen, so Kaspersky. Damit die virtuelle Tastatur Eingaben vornehmen kann, muss das aktive Fenster sichtbar sein.
Hersteller: Kaspersky Lab
Produkte: Anti-Virus 2009, Internet Security 2009
UVP: 30 (KAV), 40 (KIS), 60 (3-Platz KIS), 100 Euro (5-Platz KIS)
Verfügbarkeit: ab Juni
Distributoren: 8 Soft, Ectacom, Ingram Micro, Wick Hill
Alternativen: Trend Micro Internet Security Pro, Bitdefender Internet Security 2008
+ übersichtlich, virtuelle Tastatur
- Privacy-Schutz-Funktion nur mit Internet Eplorer möglich
Meine Meinung: Rundum gelungene Security-Suite, die einfach zu bedienen ist, vor allem in der Performance deutlich an Geschwindigkeit zugelegt hat und sich nur selten bemerkbar macht. Sie können dieses Produkt bedenkenlos an Endkunden verkaufen.
Kaspersky versucht verstärkt, durch Prävention eine Infizierung des Computers zu verhindern. So ist in der KIS ein sogenannter "Schwachstellen-Scanner" integriert. Dieser untersucht den Rechner nach Sicherheitslücken und gibt anschließend Lösungsvorschläge vor. Beispielsweise werden verfügbare Patches zu installierter Software angezeigt, oder der Anwender wird über riskante Programmeinstellungen beispielsweise im Browser informiert. Apropos Browser: Der Hersteller hat einen "Privacy"-Schutz in KIS integriert, der es ermöglicht, alle Aktivitätsspuren des Browsers zu löschen. Leider funktioniert das momentan ausschließlich mit Microsofts "Internet Explorer". Fairerweise sei aber angemerkt, dass beispielsweise Mozillas "Firefox" eine solche Funktion bereits von Haus aus mitbringt.
Sauberleute
Zeitgleich zum Start der neuen Produkte hat Kaspersky Lab eine Kampagne namens "sauberleue.2009" gestartet. Auf www.sauberleute.de vermittelt das Unternehmen nach eigenen Angaben in einer unterhaltsamen Bildungskampagne das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Schutz vor Schadsoftware. (bb)
















