Abschied vom LCD-Geschäft
Sanyo zieht sich komplett aus dem LCD-Geschäft zurück und verkauft seine 45-prozentige Beteilung aus dem Joint Venture Sanyo Epson Imaging Devices an Epson. Als Gründe dafür nennt das Unternehmen den wachsenden Wettbewerb und über die Prognosen hinaus sinkende Preise.
Nach drei Jahren ohne Gewinn - 2005 betrug der Verlust sogar 1,4 Milliarden Euro - hatte sich der weltgrößte Akku-Hersteller Sanyo im ersten Halbjahr 2006 deutlich aufgerappelt. Anfang Dezember kam dann wieder eine herbe Schlappe, als bekannt wurde, dass 1,3 Millionen Handy-Akkus zurückgerufen werden mussten.
Fondsmanager vermuten, dass Sanyo sich auf Betreiben der drei Gläubigerbanken Goldman Sachs, Daiwa Securities und der Sumitomo Mitsui Financial Group vom LCD-Geschäft getrennt hat. Sie wollen dem Unternehmen eine Schlankheitskur verordnen.
Auch andere japanische Großkonzerne, allen voran Hitachi (Umsatzziel 2006: 65 Milliarden Euro), leiden unter einer gewissen Schwerfälligkeit. So wie LG Phi- lips, Samsung, AU Optronics, NEC und Sharp war auch Sanyo Epson jüngst ins Visier weltweiter Ermittlungen über mögliche Preisabsprachen in der LCD-Industrie geraten. Klaus Hauptfleisch


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