Combined Power: Theorie
Herkömmliche Netzteile für Server, Workstation oder Desktop-Rechner stellen die drei Hauptspannungen 12, 5 und 3,3 Volt zur Verfügung. Darüber hinaus besitzen sie noch weitere Hilfsspannungen wie -5, -12 und 5-Volt-Standby. Um den Schaltungsaufwand und somit Kosten zu sparen, teilen sich bei den meisten handelsüblichen Energieversorgern der +3,3-Volt- und der +5-Volt-Spannungsregelkreis eine Spule des Ausgangstransformators (Combined Power).
Das bedeutet: Wenn die Ausgangslast auf einem Spannungszweig erhöht wird, verringert sich gleichzeitig die maximale Ausgangslast auf der anderen Leitung. Komponenten wie Steckkarten oder Laufwerke, die von der 5-Volt-Leitung gespeist werden, beeinflussen deshalb gleichzeitig die Verfügbarkeit des Leistungsbedarfs etwa eines Prozessors auf der 3,3-Volt-Leitung. Diese direkte Abhängigkeit der beiden Spannungszweige kann unter Umständen bei Ausschöpfung der Maximallast zu Instabilität des Systems führen.
Aus diesem Grund sollte der Käufer eines Netzteils genau prüfen, ob das Netzteil über “Combined Power“ verfügt und wie der Hersteller Leistungsangaben auf die einzelnen Zweige aufteilt. So ist zu beachten, dass die maximale Gesamtleistung der beiden Spannungszweige 3,3 Volt und 5 Volt bei Combined Power deutlich geringer ist als die Einzelsummen der Leitungen.
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