Stellungnahmen der Hersteller, Teil I

Wir konfrontierten die Notebook-Hersteller daher mit der Frage: Weshalb fehlt ein Herstellungsdatum auf Akkupacks als ein wichtiger Lebensdauer-Parameter? Auch die Angabe des Akkuherstellers wäre hinsichtlich einer Qualitätsbeurteilung hilfreich.

Zu dieser Frage äußerte sich Dell wie folgt: "Dies trifft bei Dell nicht zu. Durch das einzigartige Geschäftsmodell von Dell und der Fertigung nach Kundenwunsch ist sichergestellt, dass der Akku kaum älter ist als das Notebook selbst. Im Durchschnitt bewegt sich dieser Zeitraum zwischen ein und drei Monaten. Man könnte somit das Kaufdatum mit dem Herstellungsdatum gleichsetzen. Interessant in diesem Zusammenhang ist das Dell-Akku-Tool ,Quickset?. Dieses beinhaltet einen Health Check. Wenn Quickset den Akku als "bald ersetzen" meldet, hat dieser noch 80 Prozent seiner Restkapazität. Je nach Art und Weise, wie das Notebook eingesetzt wird, hält dieser Akku noch mehrere Monate."

Der Vertreter von Fujitsu Siemens erklärte: "Hersteller und Herstellungsdatum sind kodiert vermerkt, für Endkunden sind diese verschlüsselt. Fujitsu Siemens Computers stellt durch optimiertes ,Supply Chain Management? sicher, dass Akkus schnellstmöglich nach Anlieferung verbaut werden."

Der Notebook-Experte von Lenovo stellte klar: "Bei den ThinkPad-Notebooks von Lenovo kann sich der Anwender das Herstellungsdatum und den Hersteller über die Applikationen ,Power Manager? oder ,Battery Maximiser? anzeigen lassen."

Dirk Lohmann, Senior Manager Service und Support, von Toshiba Deutschland meint zu dieser Thematik: "Sämtliche von Toshiba vertriebenen Akkus besitzen eine eindeutige Seriennummer. Über diese Seriennummer steuert Toshiba die Lagerzeiten der produzierten Akkus. Darüber hinaus bietet Toshiba seinen Anwendern eine überdurchschnittlich lange Garantiezeit von zwölf Monaten. Ein Risiko für den Kunden besteht daher unserer Meinung nach für von Toshiba neu erworbene Akkus nicht."

Fazit: Keiner der befragten Hersteller druckt das Herstellungsdatum oder den Hersteller der Akkuzellen auf den Akku-Pack auf. Somit fehlen dem Käufer beim Erwerb des Akkus wichtige Informationen zur Haltbarkeit und Qualitätsbeurteilung. Mit kodierten Vermerken behilft sich Fujitsu Siemens. Dell und Toshiba steuern entsprechend ihre Lagerzeiten.

Aber was hilft das dem Kunden? Gar nichts! Er kann die Kodierung beim Kauf nicht entschlüsseln. Und wie lange die Akkus von Dell und Toshiba schon eingelagert sind, weiß er auch nicht. Dagegen hat der Kunde bei Lenovo-Akkus wenigstens die Möglichkeit, sich alle wichtigen Akkuparameter über die mitgelieferten Notebook-Tools anzeigen zu lassen.

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