TFT-Monitore mit LED-Beleuchtung im Vergleich
TFT-Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung sollen gegenüber herkömmlichen Modellen mit Leuchtstoffröhren weniger Strom verbrauchen und eine bessere Bildqualität liefern. Die PC-Welt hat dies überprüft und stellt Ihnen die besten LED-TFT-Displays aus dem Test vor.
Von Bernd Weeser-Krell, PC-Welt
Testberich
Bei der LED-Hintergrundbeleuchtung muss man grundsätzlich zwei Verfahren unterscheiden. Das weiße Licht für die Hintergrundbeleuchtung kann entweder durch reinweiße LEDs erzeugt werden oder man verwendet drei verschiedene LEDs in den Farben Rot, Grün und Blau und mischt daraus den Weißpunkt zusammen. Letzteres Verfahren ist technisch wesentlich aufwendiger, liefert aber deutlich bessere Ergebnisse, besonders beim Farbumfang.
Die derzeit auf dem Markt befindlichen LED-Displays arbeiten fast alle mit den preisgünstigen weißen LEDs. Der Weißpunkt ist hier genauso festgelegt, wie bei herkömmlichen Monitoren. Will man den Weißpunkt ändern, geht das nur über die Look-Up-Table der Grafikkarte, was einen Dynamikverlust also einen geringeren Farbumfang zur Folge hat.
Großer Farbraum durch RGB-LEDs
Im Test verfügt lediglich der teuerste Vertreter, der Samsung Syncmaster XL24 über dreifarbige LEDs. Er ist auch der einzige der sich per Hardware kalibrieren lässt. Der Weißpunkt des Monitors wird dadurch direkt durch das Mischverhältnis der drei LED-Farben eingestellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Beim Farbumfang liegt der Samsung-Monitor deutlich vor allen anderen TFT-Diplays. In dieser Disziplin liegen die beiden preisgünstigen 22-Zoll-Modelle Acer AL2216WL und Viewsonic VLED221WM hinter dem Samsung auf den folgenden Plätzen.
LEDs bieten gleichmäßige Ausleuchtung des Bildschirms
Einen klar sichtbaren und messbaren Vorteil bringen LEDs bei der Homogenität, also der möglichst gleichmäßigen Ausleuchtung des gesamten Bildschirms. Alle getesteten Modelle liegen hier teilweise erheblich besser als Modelle mit Leuchtstoffröhren.
Stromverbrauch
Stromfresser Nummer Eins bei LCD-Bildschirmen ist die Hintergrundbeleuchtung. LED-Modelle sollten hier mit wesentlich weniger Strom auskommen als Modelle mit Leuchtsroffröhren. Doch das Ergebnis ist uneinheitlich. Vorbildlich verhält sich etwa der Eizo EV2411-WH, der speziell für den Strom sparenden Betrieb entwickelt wurde. Selbst bei voll aufgedrehter Helligkeit benötigt der Monitor nur 35 Watt. Ein Rekordwert in der 24-Zoll-Klasse. Zudem hat Eizo das Display mit einem Helligkeitssensor ausgestattet. Wird das Umgebungslicht dunkler, reduziert der Monitor die Lichtleistung automatisch und braucht dann noch weniger Strom. Ein Balkendiagramm gibt in der rechten unteren Ecke des Monitors Auskunft über den momentanen Stromverbrauch. Der Sensor lässt sich auch deaktivieren, wenn man mit konstanter Helligkeit arbeiten will.
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