26.01.2012 | 15:18 Uhr

Sapphire Vid-2X

Display-Expander für zwei Monitore (Kurztest)

Schwieriger Kampf gegen aktuelle Grafikkarten: der Display-Expander
Schwieriger Kampf gegen aktuelle Grafikkarten: der Display-Expander "Vid-2X" von Sapphire

Mehrere Monitore zu nutzen ist nicht nur komfortabel, sondern bei vielen Anwendern auch ein Muss. Zwar können aktuelle Grafikkarten mittlerweile mit mehreren Monitoren umgehen, doch auch hier ist ein Gefummle in der Grafikkarten-Systemsteuerung notwendig. Laien tun sich hier schwer und lassen aus Angst vor Fehleinstellungen die Finger davon.

Die "Vid-2X" von Sapphire soll damit Schluss machen: Laut dem Hersteller sollen mit dem Gerät keine speziellen Treiber notwendig sein. Auch das Betriebssystem spielt keine Rolle, und eine zusätzliche Software ist auch nicht nötig – den Display-Expander dazwischen gesteckt und fertig. Der folgende Test zeigt, ob der Display-Expander seine 169 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) auch wert ist.

Die recht handlichen Dimensionen von 114 x 32 x 107 Millimeter (B x H x T) lassen zuerst nur erahnen, was eigentlich die Funktion des Gerätes ist. Einfach erklärt ermöglicht der Display-Expander den Betrieb von zwei Monitoren an nur einem Videoausgang. Doch wie schaut das in der Praxis aus?

Oben das Modell
Oben das Modell "PSE-DP4196" mit Displayport, unten das Modell mit der Bezeichnung "PSE-DV2185" mit einem DVI-Anschluss.

Der Sapphire Vid-2X ist in zwei Versionen erhältlich: Bei dem Gerät mit der Modellbezeichnung "PSE-DP4196" verbinden Sie den Adapter über einen Displayport mit Ihrem Videoausgang. In der Version "PSE-DV2185" steht Ihnen dagegen ein Dual-Link DVI-Anschluss zur Verfügung. Aber beide Modelle geben dann über zwei DVI-Ausgänge die Signale aus.

Technisch basiert der Sapphire Vid-2X auf dem Standard VESA Plug & Play und überlistet sozusagen das System, indem es nur einen einzelnen großen Monitor vorgaukelt. Der Adapter selbst splittet das Eingangssignal auf die beiden Ausgänge auf – und fertig ist der virtuelle Widescreen-Monitor, der eigentlich aus zwei Screens besteht. Aufgrund des VESA-Standards (Video Electronics Standards Association) ist es völlig gleich, ob Sie als Betriebssystem Windows, Linux, oder MacOS nutzen. Zusätzlich ist es möglich, zwei Bildschirme mit unterschiedlichen nativen Auflösungen zu betreiben.

Für den PC oder das Notebook selbst simuliert der Vid-2X eben nur einen großen Monitor mit einer maximalen Auflösung von 3.840 x 1.080 Pixel (also zweimal Full-HD). Doch nicht nur dieses Stretching (Strecken) ist möglich, sondern Sie können durch kleine Schalter am Display-Expander selbst die Anzeige auf zwei Bildschirme klonen.

Stromversorgung
Der Sapphire Vid-2X zieht seine Energie über einen Mini-USB-Anschluss und einem externen Stromadapter aus der Steckdose. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Stromversorgung über zwei USB-Anschlüsse am Rechner herzustellen. Sehr schön ist, dass alle nötigen Kabel beiliegen. Ausgenommen sind die zwei DVI-Kabel oder auch Adapter für die Ausgabe, doch diese sollten zum Standardlieferumfang eines jeden Monitors gehören.

Bei Nicht-Betrieb zieht der Sapphire Vid-2X jedoch 1 Watt Strom – das ist nicht weiter dramatisch, aber sollte eigentlich nicht sein. Trennen Sie also das Gerät vom Netz, wenn Sie keinen kleinen Stromfresser haben wollen. Im Leerlauf sind es dann 4 Watt, was sich ebenfalls als vertretbar einstufen lässt. Selbst unter Volllast bei 3D-Spielen oder Blu-ray-Filmen steigt die Stromaufnahme nicht – sehr gut!

Kostenlose Themen-Newsletter bestellen!
Gehe zu Seite:
zurück

Kommentar ins CP forum schreiben