07.05.2012 | 15:22 Uhr

Acer Aspire One D270

Netbook für einfache Aufgaben (ausführlicher Test)

Ein leichter Mobilrechner für keine größeren Aufgaben: der
Ein leichter Mobilrechner für keine größeren Aufgaben: der
Ein leichter Mobilrechner für keine größeren Aufgaben: der "Aspire One D270" von Acer

Anders als bei Notebook-Prozessoren ist AMD bei den Netbooks Intel voraus. Durch die Ontario-CPUs C-50 und C-60 können die Mini-Notebooks wie Toshibas "NB550D-11D" Full-HD-Filme abspielen und per HDMI auf einem Fernseher ausgeben. Das verspricht Intel nun auch mit den neuen Atom-Prozessoren der Cedarview-Serie. Im "Aspire One D270" von Acer arbeitet der Atom N2600 mit 1,6 GHz. Wie sein Vorgänger Atom N570 (Pineview) besitzt er zwei Kerne plus Hyper-Threading, wird aber im 32-Nanometer-Verfahren gefertigt.

Der Rechenleistung des Aspire One D270 hilft der neue Prozessor nicht auf die Sprünge: Im CPU-lastigen Cinebench schneidet er so gut wie der Atom N570 ab und ist etwas besser als der AMD C-60. Doch im PC Mark Vantage oder dem PC Mark 7 gibt es praktisch keinen Unterschied zwischen einem Ontario- und einem Atom-Netbook.

Auch der Abstand zu Notebooks bleibt gleich: Selbst Laptops aus der 400-Euro-Klasse mit AMD E-350 sind rund 50 Prozent schneller, Core-i3-Notebooks mehr als dreimal so rechenstark. Das liegt auch daran, dass Acer dem Aspire One D270 wie bei Netbooks gewohnt nur 1 GB Arbeitsspeicher spendiert, der sich auf maximal 2 GB erweitern lässt.

Im neuen Atom N2600 steckt auch ein neuer Grafikkern – der Intel GMA 3600. Vergleichen mit seinem Vorgänger GMA 3100 ist er knapp dreimal so schnell. Doch das ist ein Größenvergleich unter Zwergen – die Atom-Grafik bleibt für fast alle Spiele ungeeignet. Die Grafik in AMDs Ontario-Prozessoren arbeitet mehr als fünf Mal so schnell.

Ein Versprechen macht der N2600 immerhin wahr: Endlich können Sie auf einem Atom-Netbook Full-HD-Videos abspielen und per HDMI auf einem externen Monitor ausgeben. Bei Full-HD-Videos von der Festplatte klappt das tadellos. Bei Flash-Videos in 1080p bemerken Sie ein minimales Ruckeln. Als Blu-ray-Spieler können Sie das Acer Aspire One D270 allerdings nicht nutzen: Wenn wir im Test von einem per USB angeschlossenen Player eine Blu-ray mit der Abspiel-Software Cyberlink Power DVD 12 wiedergaben, spielte das Netbook das Bild zwar ruckelfrei ab. Allerdings setzt der Ton regelmäßig aus, als ob die gleichzeitige Bild- und Tonwiedergabe das Gerät überlastete. Eventuell muss Intel hier an den Treiber nachbessern. AMD-Netbooks meistern das Abspielen von Blu-rays problemlos.

Acer Aspire One D270: Geschwindigkeit

Geschwindigkeit bei Büro- und Multimedia-Programmen

1.440 Punkte

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen

404 Punkte

Startzeit

67 Sekunden

Note

4,5

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