Google Nexus 7
Billig-Tablet mit vielen Vorschusslorbeeren (Kurztest)
Ende Juni hat Google sein Billig-Tablet "Nexus 7" vorgestellt, das mit dem neuen Android 4.1 (Jelly Bean) ausgeliefert wird (--> wir berichteten). Ab 199 US-Dollar kann der erste Tablet-PC von Google in den USA vorbestellt werden und wird in Kürze ausgeliefert. Die zu unserem Konzern gehörende Publikation PC-WORLD hat das Gerät bereits im Testcenter gehabt und kommt zum Fazit: "Solide, aber nicht revolutionär."
Die Kollegen loben die sehr gute Verarbeitung des Nexus 7 und heben hervor, dass es sich über alle Display-Größen hinweg um eines der besten Android-Geräte überhaupt handelt. Die Akku-Laufzeit liege demnach bei hervorragenden 10 (+) Stunden. Farben und Texte werden auf dem Display sehr akkurat beziehungsweise klar dargestellt.
Bemängelt wird dagegen beim Nexus 7 der fehlende MicroSD-Slot, der bei anderen Android-Tablets üblich ist. Warum Google auf diesen Vorteil der Android-Tablets im Vergleich zu den iPads verzichtet hat, bleibt unklar. Wahrscheinlich wollte Google damit seine Cloud- und Online-Dienste stärken.
Um den niedrigen Preis für das Nexus 7 halten zu können, ist Google darauf angewiesen, dass dessen Käufer Geld für Apps und Inhalte ausgeben. Auch aus diesem Grund hat Google mit Android 4.1 viele Verbesserungen in Verbindung mit Google Play durchgeführt. Dass so ein Konzept erfolgreich sein kann, beweist Apple seit Jahren mit dem iPad. Und auch Amazon geht beim Kindle Fire diesen Weg. Andererseits stellt sich dann aber die Frage, wieso Google als Nachzügler das Nexus 7 in der 199-US-Dollar-Variante nur mit 8 GB und nicht gleich mit 16 GB ausliefert, um sich so auch vom Kindle Fire abzuheben, das bereits vor vielen Monaten für 199 US-Dollar ebenfalls mit 8 GB Speicher auf den Markt kam.
Speicher, Display, Leistung
Im Testcenter der PC-WORLD zeigte sich, dass von den 8 GB Speicher im Nexus 7 nur 5,62 GB zur freien Verfügung stehen. Da stellt sich also letztendlich die Frage, ob man nicht den Aufpreis von 50 US-Dollar in Kauf nimmt und lieber zur 16-GB-Variante greift.
Mit knapp 340 Gramm ist das Nexus 7 deutlich schwerer als die E-Ink-basierten e-Reader, wodurch eine Einhand-Bedienung über längere Zeit eher mühsam wird. Der Nexus 7 ist aber immerhin 18 Prozent leichter als das Kindle Fire (413 Gramm). Das Display besteht aus kratzfestem Corning Glass, was nicht zu verwechseln ist mit dem robusteren Corning´s Gorilla Glass. Die Auflösung liegt bei 1.280 x 800 Pixeln. Mit 216 ppi hat das Nexus 7 deutlich die Nase vor den anderen 7-Zoll-Tablets, bei denen die Pixeldichte in der Regel bei um die 170 ppi liegt.
Positiv fällt auch die Performance des Nexus 7 auf: Das Google-Tabelt verwendet die Nvidia Kai Plattform , die Nvidia für die Produktion von möglichst günstigen Tablets mit möglichst hoher Performance entwickelt hat. Im Inneren werkelt der mit 1,2 GHz getaktete 4-Kern-Prozessor Nvidia Tegra 3 T30L, der im Einzel-Kern-Betrieb mit 1,3 GHz getaktet ist. Hinzu kommen 1 GB DDR3-Speicher.
Im Akku-Test hielt das Nexus 7 bei der Videowiedergabe und einer Helligkeit von 200 cd/m2 hervorragende 10 Stunden und 10 Minuten durch. Das sind immerhin nur 36 Minuten weniger als das iPad und deutlich mehr als andere 7-Zoll-Tablets schaffen. So kommt das Kindle Fire lediglich auf 6 Stunden und 64 Minuten und das Samsung Galaxy Tab 2 7.0 nur auf 6 Stunden und 20 Minuten. In Benchmarks schnitt das Nexus 7 in Tests deutlich besser als die 7-Zoll-Konkurrenten ab.
Ein Testfazit finden Sie auf der nächsten Seite.
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