09.10.2010 | 15:58 Uhr

Camtasia Studio 7

Aus Screenshots ein Video basteln (Kurztest)

Praktische und reichhaltige Ausstattung:
Praktische und reichhaltige Ausstattung: "Camtasia Studio 7" von Techsmith

Das Programm "Camtasia Studio 7" von Techsmith nimmt direkt vom PC-Bildschirm auf. Dieses „Screencasting“ eignet sich für den professionellen Einsatz, zum Beispiel bei Schulungen. Die Aufnahmen lassen sich bearbeiten und mit gesprochenen Kommentaren versehen.

Im Folgenden einige Vor- und Nachteile von Camtasia Studio 7, die im Test sichtbar wurden (Preis: 263,50 Euro):

Ausstattung und Funktionen
+ Camtasia Studio 7 bringt Video-Profile für unterschiedliche Einsatzgebiete mit. Damit wählt man die passende Auflösung, egal ob man einen Film für mobile Endgeräte oder für Youtube im Format HD (High Definition) erstellen will
+ Die Profile Blog, Web, Youtube, HD-Anzeige und Screencast.com erstellen H.264-kodierte Videos
+ In der Bibliothek (Library) sind gut gemachte Vorlagen vorhanden
+ Wichtige Funktionen wie Ausschneiden, Kopieren, Einfügen und Teilen können via Bedienelement über der Timeline aufgerufen werden
+ Ein toller neuer Effekt sind Sketch-Motion-Grafiken, die sich wie mit der Hand gezeichnet einfügen lassen, während das Video abgespielt wird

Leistung und Zuverlässigkeit
+ Für Hinweise oder zur Hervorhebung lassen sich grafische Elemente mit Texten (Callouts) über dem Video einblenden
+ Die mitgelieferten Elemente lassen sich vielfältig verändern und anpassen
+ Praktisch sind Tastenkombination-Grafiken: Damit kann man etwa in einem Schulungsvideo schnell verständlich machen, welche Tastatureingaben erwartet werden
+ Ist die Smart Focus-Funktion aktiviert, vergrößert Camtasia automatisch den Teil des Bildschirmbereichs, in dem etwas passiert
+ Mauszeiger-Effekte wie Vergrößern, Verkleinern oder Unterlegen mit Sounds müssen im Gegensatz zur Vorversion nicht mehr vor der Aufnahme des Videos festgelegt werden
+ Zoomen auf der Timeline funktioniert viel flotter als bei der Vorversion
+ Beim Kopieren auf der Timeline werden die grafischen Elemente (Callouts), Effekte und Audio mit übernommen
+ Gelungen ist die Stimm-Optimierung für gesprochenen Kommentar. Hier unterscheidet Camtasia sogar zwischen weiblichem und männlichem Sprecher
+ Anpassen der Lautstärke sowie sanftes Ein-/Ausblenden funktionierte im Test sehr gut
+ Videos können direkt auf Youtube hochgeladen werden
– Manche Kürzel für Tastatureingaben sind unglücklich gewählt: „St“ für <Strg> mag noch angehen, aber „Ei“ für das Drücken der [Einfg]-Taste und „E“ für [Entf] dürfte sich nur Wenigen erschließen

Bedienung und Dokumentation
+ Die überarbeitete, moderne Programmoberfläche ist sehr übersichtlich
+ Wichtige Funktionen sind schnell erreichbar
+ Ein gut gemachtes Video-Tutorial hilft beim Einstieg
+ Im Lern Center kann man Beispielprojekte herunterladen
– Zum Testzeitpunkt war die Software nur in englischer Sprache verfügbar

Enttäuschend im Test war allerdings, dass die Bildschirmaufnahmen des Rekorders in den fertigen Filmen allesamt ziemlich unscharf waren – auch dann, wenn sie in der ursprünglichen Bildschirmauflösung weiter verarbeitet wurden. Das gibt eine Abwertung. (PC-Welt/tö)

Bewertung

Ausstattung und Funktionen (40 %)

2,15

Leistung und Zuverlässigkeit (40 %)

1,25

Bedienung und Dokumentation (20 %)

2,00

Abwertung (siehe oben)

-1,00

Gesamtnote

2,76

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