Web Designer 7 Premium
Genügsame Webseiten-Gestaltung (ausführlicher Test)
Um die Software "Web Designer 7 Premium" von Magix sinnvoll nutzen zu können, genügt schon ein PC mit recht bescheidenen Systemvoraussetzungen. Das gleiche gilt für den Web-Speicherplatz: Die mit dem Web Designer erstellten Seiten sind pures HTML, weder muss der Server Perl- oder PHP-Code interpretieren können, noch ist eine MySQL-Datenbank vonnöten.
Damit sind naturgemäß Einschränkungen verbunden, was die Art der erstellten Websites betrifft: Jedes Forum, jeder Blog, jeder Chat, jeder Shop, ja sogar ein Kontaktformular braucht eigentlich eine Datenbank und eine Sprache, die über die Möglichkeiten von HTML und Javascript hinausgeht. Eigentlich: Denn die Entwickler haben einen Weg gefunden, einen Teil dieser Beschränkungen zu umgehen.
Mit Hilfe von Widgets – kleinen Programmen, die in eigenen Fenstern auf dem Desktop laufen – lassen sich etliche Funktionen integrieren, die von anderen Internetdienstleistern bereitgestellt werden: Für kleine Onlineshops etwa bietet sich ein Paypal- oder ein Google-Checkout-Widget an, Kontaktformulare und einen Terminkalender stellt Google bereit, und ein Gästebuch lässt sich über einen Service von Webmart realisieren. Andere Dienste, die nicht in der offiziellen Widget-Liste enthalten sind, lassen sich über ein Code-Widget einbinden, über das beliebiger HTML-Code in die Seite integriert werden kann. Das ist aber auch schon die einzige Stelle, an der ein Anwender mit Code in Berührung kommt, denn Web Designer 7 Premium ist mitnichten ein HTML-Editor – manuelle Code-Anpassungen sind im Design-Arbeitsablauf nicht vorgesehen.
Fertige Vorlagen erleichtern die Gestaltung: Die Software setzt komplett auf rein visuelle Gestaltung: Grafiken, Bilder, Texte, Videos und via Widget auch interaktive Elemente lassen sich pixelgenau auf den Seiten platzieren. Wer eine Internetseite nicht von Grund auf selbst komponieren möchte, findet in der Design-Galerie eine riesige Fülle fertiger Vorlagen, die sich farblich und inhaltlich den eigenen Vorstellungen großzügig anpassen lassen. Man kann den Designer sogar nutzen, um eine Flash-Animation zu erstellen. Die fertige Website lädt die Software per Mausklick auf den Web-Speicherplatz, sofern der Benutzer in den entsprechenden Feldern die Daten des zugehörigen FTP-Servers eingetragen hat.
Trotz des Verzichts auf das Hantieren mit Code sollte man den Aufwand nicht unterschätzen, den es braucht, sich in das Programm einzuarbeiten. Unbedingt ansehen sollten sich Einsteiger die Lernvideos, die in die grundlegende Bedienung einführen. Auch der Text der beim ersten Start geöffneten Beispiel-Internetseite erleichtert den Einstieg in die insgesamt durchaus komplexe Software. Das beigefügte deutschsprachige Handbuch ist dagegen zu knapp gehalten und führt nur sehr oberflächlich in die Seitengestaltung mit dem Web Designer 7 ein.
















