Die BQG könnte man als eine Art Wiedergutmachung für die beim Verkauf von Sinitec gegebene dreijährige Arbeitsplatzgarantie ansehen, zudem als Kompensation für die nach dem Betriebsübergang an die A&O gemachten Sanierungszugeständnisse der bei A&O übrig gebliebenen 800 Sintecler. Diese erklärten sich nach dem Betriebsübergang zu A&O bereit, Lohnkürzungen bis zu 50 Prozent hinzunehmen und dazu jedes Jahr über 100 unbezahlte Überstunden zu leisten.
Doch um die BQG zu finanzieren, hätte Siemens ein in England eingerichtetes Konto in zweistelliger Millionenhöhe freigeben müssen. Was der Konzern aber nicht getan hat, obwohl das Geld "unstrittig A&O und damit in die Insolvenzmasse" gehöre, wie Cramer sagte. Bei dem Geld handelt es sich laut Informationen von A&O-Mitarbeitern um "Firmenrenten, die beim Verkauf auf ein Sperrkonto in UK übergeben wurden". Allerdings könne "dieses Konto bis 2010 nur mit expliziter Zustimmung von Siemens zugänglich" (Cramer) werden. Dieses Einverständnis werde von Siemens aber bis heute verweigert, da, wie es in einem internen Schreiben eines A&O-Leiters an die Mitarbeiter heißt, "die FSC oder Siemens mit der vorzeitigen Freigabe der Gelder keinen Vorteil" habe.
Womit der zweite Punkt, der Siemens nachdenklich machen könnte, angesprochen ist. Bei der Betriebsübergabe wurden Servicepakete garantiert: Jedes Jahr konnte die A&O Siemens beziehungsweise FSC 70.000 Stunden in Rechnung stellen. Doch FSC verhandelte immer wieder nach und konnte die Serviceleistungen auf 35.000 Stunden drücken. Zudem soll FSC auf die A&O-Tochter "immer Druck ausgeübt" haben, die Stundensätze zu senken. Die itec habe "gute Aufträge und gute Arbeit geleistet", erinnert sich ein Mitarbeiter gegenüber ChannelPartner.
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Doch das ist jetzt Makulatur. Mag sein, dass Siemens-Chef Löscher in seinem Haus doch noch eine Topf Geld findet, um wenigstens den Mitarbeitern die BQG zu finanzieren. Geheime Geldtöpfe sind bei Siemens bekanntlich nichts Unübliches. (wl)
















