Microsoft eröffnet Webshop
Microsoft eröffnet einen neuen Verkaufskanal für Endkunden. In dem herstellereigenen Webshop wird es bestimmte Software zum kostenpflichtigen Download geben. Partner können an den dabei gesammelten Erfahrungen teilhaben.
So können Privatkunden in Deutschland bestimmte Microsoft-Produkte online erwerben. Derzeit sind es die Windows Vista-Editionen Home Premium, Business und Ultimate zu Preisen von 219 bis 309 Euro, ferner die Office 2007-Editionen Home and Student, Standard, Small Business, Professional und Word für 139 bis 649 Euro. Außerdem im Angebot: Microsoft Works 9 für knappe 50 Euro und der Webeditor aus der Expression-Reihe für 360 Euro. Interessenten können sich In dem Store über ausgewählte Software informieren und diese zum empfohlenen Verkaufspreis als elektronischern Download (ESD, Electronic Software Distribution) kaufen.
Das Angebot des eigenen Webshops wird Microsoft Schritt für Schritt erweitern, demnächst zum Beispiel um die Paketversionen der Produkte. Es gelten nur die unverbindlichen Preisempfehlungen und der Hersteller plant auch nicht, dort Produkte exklusiv anzubieten. Zudem fehlt im Store die individuelle Beratung eines Fachhändlers. Preisnachlässe und Rabattaktionen bleiben weiterhin dem Einzelhandel vorbehalten.
Privatnutzer können die Produkte nach Anmeldung per Kreditkarte und später auch per Banküberweisung erwerben. Die Zahlungsdaten werden beim Dienstleister Arvato verschlüsselt gespeichert. Der Webshop unterliegt dem internationalen PCI-Sicherheitsstandard (Payment Card Industry).
Auch alle weiteren persönlichen Kundendaten möchte Microsoft vertraulich behandeln. Die Adressdaten werden nur zum Zwecke der Auftragsbearbeitung verwendet. Innerhalb des Microsoft Stores hat jeder Kunde einen privaten und passwortgeschützten Kontobereich. Dort kann er zusätzlich wählen, ob er seine Daten für spätere Einkäufe speichern oder direkt nach der Bestellung löschen möchte.
Seine Partner möchte Microsoft am eigene Store insoweit beteiligen, als dass sie von den dort gesammelten Erfahrungswerten profitieren und ihre eigenen Onlineshops optimieren können. Entsprechend werden Microsoft-Partner die Möglichkeit erhalten, die technologische Plattform des Microsoft Store zu nutzen und ihren Kunden den elektronischen Software-Download anzubieten. Der Zeitrahmen dafür liegt jedoch noch nicht fest. (rw)
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