Geschäftsergebnisse
AMD enttäuscht in Q2 mit hohem Verlust und niedrigen Margen
Der Prozessorhersteller AMD hat im zweiten Quartal erneut einen Verlust geschrieben. Der Fehlbetrag war höher als erwartet, die Margen schwach und auch mit seinem Ausblick enttäuschte der Chiphersteller aus Sunnyvale.
Wie AMD am Dienstag nachbörslich mitteilte, sank der Umsatz im zweiten Quartal um 13 Prozent auf 1,18 (1,36) Mrd USD. Das Unternehmen aus Sunnyvale schrieb einen Verlust von 330 Mio USD bzw 0,49 USD je Aktie nachdem es vor Jahresfrist einen Verlust von 1,2 Mrd USD bzw 1,97 USD je Aktie hatte verbuchen müssen. Damit war das Ergebnis im jüngst beendeten Quartal zwar besser als im Vorjahresquartal, doch hatten im zweiten Quartal 2008 Sonderposten auf dem AMD-Ergebnis gelastet. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit einem Verlust von 0,47 USD je Aktie bei einem Umsatz von 1,13 Mrd USD gerechnet.
CEO Dirk Meyer bezeichnete die Bruttomarge als enttäuschend. Für das Chipgeschäft schrumpfte sie auf 27 von 35 Prozent im ersten Quartal. Negativ wirkten sich hier die niedrigere Auslastungsraten der Chipfabriken, die gesunkenen Preise für Computerchips sowie der Verkauf von Lagerbeständen an Chips, die mit älteren Produktionsmethoden hergestellt wurden.
Auch der Ausblick enttäuschte. Der Chiphersteller erwartet für das laufende dritte Quartal nur einen leichten Umsatzanstieg. Die Analysten hatten sich zuvor optimistischer gezeigt und einen Anstieg der Erlöse im dritten Quartal um 7 Prozent vorhergesagt.
Die AMD-Aktie reagierte mit einem Kurssturz. Im nachbörslichen Handel verlor die Aktie rund 11 Prozent auf 3,63 USD. (dowjones/bb)
















