Steve Mills, Softwarechef der IBM, räumt unumwunden ein, dass "etwas, das wir verschenken, kein Moneymaker sein wird". Wenn aber IT-Verantwortliche in Unternehmen einige Mitarbeiter mit Symphony ausstatteten, werde dadurch möglicherweise Budget frei, um andere Software von IBM zu kaufen.

Mills weiß natürlich auch, dass selbst im eigenen Hause genügend Mitarbeiter und Abteilungen auch weiterhin neue Versionen von Microsoft Office anschaffen werden, weil "Microsoft Office eine Menge Features liefert, und OpenOffice diese nicht alle beherrscht". Es gebe aber auch genügend Leute, die nicht den ganzen Tag schicke Dokumente und Präsentationen für Kunden bastelten und denen die Desktop-Produkte innerhalb von Notes genügten, weil sie die ganzen von Microsoft gelieferten Features gar nicht brauchten. Das gelte etwa für tausende Softwareentwickler im Konzern.

Aus Notes 8 mit seinem integrierten Symphony heraus lassen sich Texte, Rechenblätter und Präsentationen öffnen, ohne eine neue Anwendung starten zu müssen. Genau darin sieht Doug Heintzman, Director of Technical Strategy von IBMs Softwaresparte, den Mehrwert von Collaboration-Software. "Tabellekalkulation, Textverarbeitung und Präsentationen gibt es nun schon lange, und sie sind reichlich statisch", sagt der Big-Blue-Stratege. "Der echte Wert liegt darin, wie Menschen zusammenarbeiten." (Computerwoche;tc/ wl)

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