Mythos Nummer 2: Alles was Sie brauchen, ist eine Kreditkarte

Sind sie ein einsamer Programmierer, der viel Zeit hat, dürfte es keine Probleme bereiten, einen "nackten" virtuellen Server über die Kommandozeile zu konfigurieren. Führen Sie aber ein Unternehmen, könnten Sie solche Arbeiten durchaus daran hindern, sich auf Ihr eigentliches Geschäft zu konzentrieren. So muss etwa das Betriebssystem installiert und konfiguiert werden, gleiches gilt für Anwendungen, Datenbankanbindungen und vieles mehr. Ist Ihr Unternehmen groß genug, müssen Sie zudem Standards hinsichtlich Security, Datenformaten oder der Datenqualität berücksichtigen.

Einige Cloud-Anbieter versprechen, Kunden könnten beispielsweise einen Entwicklungs-Server innerhalb von 15 Minuten "kaufen" und in Betrieb nehmen. Interne IT-Abteilungen bräuchten dafür drei oder vier Tage. Michael Kollar, Chief Architect bei Siemens IT Solutions and Services, sieht solche Aussagen kritisch: Die Cloud-basierenden Server könnten in solchen Fällen möglicherweise nicht sicher genug sein, gegen unternehmensweite Richtlinien verstoßen oder sich nur schlecht in die interne IT-Landschaft integrieren lassen.

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