Die Aussichten für 2010

Switch-Spezialist Extreme Networks hingegen hat das zweite Quartal (Ende: 27. Dezember 2009) des Geschäftsjahres 2009/10 mit einem Verlust von 1,3 Millionen Dollar abgeschlossen; der Umsatz betrug 79 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen 87,5 Millionen Dollar umgesetzt; der Gewinn betrug 2,4 Millionen Dollar.

Das Unternehme setzt nun auf die Überzeugungskraft seiner jüngsten Ankündigungen Cloud-fähiger Switches, erklärte CEO Bob Corey. Es habe es sich mit seiner Vorstellung eines gemanagten virtuellen Rechenzentrums deutlich gegenüber Cisco positioniert. Des Weiteren habe es einige im vorigen Jahr hemmende Probleme mit Zulieferern gelöst, so dass es in diesem Jahr an der vermutlichen generellen Erholung des Marktes partizipieren werde.

Um Daten über WANs schnell zu transportieren, werden sie vor allem komprimiert und eigenen Speichern vorrätig gehalten. Hier Riverbeds
Um Daten über WANs schnell zu transportieren, werden sie vor allem komprimiert und eigenen Speichern vorrätig gehalten. Hier Riverbeds "Seelhead"-Appliance.

Auch der immer wieder als Übernahmekandidat gehandelte Spezialist für Datenbeschleunigung, Riverbed Technology, hat von der Erholung des Marktes bislang nicht viel mitbekommen. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2009 nahm das Unternehmen 113 Millionen Dollar ein - 22 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahresquartal 2008. Nur 900.000 Dollar Gewinn zeigen jedoch, dass Riverbed von dem Aufschwung des Marktes nur langsam profitiert. Es musste erhebliche Mittel aufwenden, um seinen Umsatz zu steigern.

Für das gesamte Jahr bilanziert Riverbed 394 Millionen Dollar Umsatz und eine Gewinn von etwas mehr als sieben Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte das Unternehmen mit 333 Millionen Dollar weniger eingenommen, aber mit 10,6 Millionen mehr eingenommen.

CEO Jerry Kennelly sagte, im vergangenen Jahr habe das Unternehmen deutlich Marktanteile gewonnen und sich gegenüber Konkurrenten wie Cisco und Blue Coat besser positionieren können. Zudem habe das Thema WAN- und unternehmensweite Optimierung des Datenverkehr vermehrt Beachtung bei Unternehmen gefunden. Damit und in Anbetracht der vermutlichen ökonomischen Erholung der Märkte sowie auch angesichts diverser OEM- und Reseller-Abkommen mit Microsoft, Hitachi und ECM und der baldigen Marktreife eigener Angebote für der Optimierung von Applikationen und Speicherung in Cloud-Umgebungen gehe Riverbed optimistisch in das Jahr.

Konjunkturprogramme wirken

Trotz der unterschiedlichen Resultate scheint aus Sicht der Netzwerker ein Ende der weltweiten Krise in Sicht. Klar ist: Während der vergangenen 18 Monate haben Unternehmen ihre Ausgaben für Netzwerke und Infrastruktur drastisch eingeschränkt. Ob sie bereits jetzt Nachholbedarf haben, sei dahin gestellt.

Sicher aber erscheint, dass die großen Konjunkturprogramme weltweit wirken, und dass das damit einhergehende billige Geld von Unternehmen für Investitionen abgerufen wird.

Schwierig jedoch erscheint eine Prognose für dieses Jahr. Während Netzwerker auf den steigenden Bedarf nach Datenleitungen und Datenverkehr setzen, fürchten zahlreiche Ökonomen ein Platzen des Aufschwunges..

Verbraucher aber, so die Marktforscher, sind sowie so skeptisch. Sie investieren bisher wenig - zu wenig, um von einer Erholung der Nachfrage zu reden. Doch das ist für diese Netzwerker unerheblich. Ihr Geschäft ist langfristig, weshalb sie den Zusammenbruch des Marktes später gespürt haben, aber auch dessen Erholung mit Verzögerung erleben. (wl)

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