Cisco verliert Marktanteile

Diese Aspekte hatten im Krisenjahr 2009 Folgen. Erstens erholten sich die Umsätze mit Switches im Lauf des Jahres 2009 langsam wieder, obwohl die Switches-Anbieter generell von einer von merklicher Kaufzurückhaltung und Projekteschwund beziehungsweise -verzögerungen sprechen. Klar war auch: Um sich Marktanteile zu sichern, mussten die Switches-Anbieter die Portpreise deutlich senken.

Zweitens führten die neueren Sichtweisen auf die Unternehmensnetze dazu, dass die Nachfrage nach Hochleistungsswitches, und hier insbesondere 10 GB-Switches, anzog. Das bestätigte Alan Weckel, Analyst bei Marktführer Dell'Oro. Er erklärte, die Zuwächse bei Hochleistungs-Switches sei auf jene Unternehmens- und Provider-Projekte zurückzuführen, die Datencenter und Bandbreitenaggregation zum Inhalt haben. Unternehmen seien nicht zuletzt durch Rechnerzentralisierungen gezwungen, über größere Bandbreiten zu verfügen.

Cisco stellt seine Switches von Catalyst auf Nexus um. Die Konkurrenz nutzt dies.
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Seiner Meinung nach wird diese Entwicklung auch für das gesamte Jahr 2010 bestimmend sein. Dell'Oro erwarte deshalb für dieses Jahr "einen wachsenden Markt, vor allem was 10 GB-Switches und Aggregations-Switches in Datencenter anbelangt. Der Marktforscher erwartet, dass in diesem Jahr mit solchen Switches erstmals mehr al s eine Milliarde Dollar erwirtschaftet wird.

Doch ebenso auffallend wie die Entwicklung zu den schnellen Datenschleudern ist, dass Marktführer Cisco auch im Krisenjahr 2009 Marktanteile einbüßte.

Juniper Ethernet-Switches der Serie EX4200 schlagen sich erfolgreich.
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Hatte Cisco bereits im Jahr 2008 ein Prozent seiner Marktanteile eingebüßt, was bedeutete, 71 Prozent aller verkauften Switches stammten von dem Netzwerkriesen, so waren es im vergangenen Jahr nurmehr 67 Prozent. Zu diesen Zahlen schreibt Nikos Theodosopoulos, Analyst bei der Bank UBS, die genauere Prüfung der Wirtschaftlichkeit von Komponenten habe dazu geführt. "Die Preise waren während der Rezession ausschlaggebend."

Einige Marktbebachter wollen allerdings auch wissen, dass Ciscos Initiativen in Sachen Datencenter - Unified Computing System hausintern genannt - sowie die eindeutige Positionierung von dem Marktzweiten HP Procurve sowie der Eintritt Junipers in den Switches-Markt Anfang 2008 sowie die Datencenter-Anstrengungen kleinerer Netzwerker Cisco Marktanteile gekostet haben. Diese Ansicht unterstreicht Dell'Oro in seinem Report zum vierten Quartal 2009, in dem er von einem 20prozentigen allgemeinen Etherent-Wachstum spricht

Allerdings: Davon, dass Ciscos Thron wackelt, spricht niemand. Auch mit zwei Drittel aller verkauften Switches kann der Netzwerkriese prächtig leben. (wl)

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