"Übrig bleiben OpenText und IBM"

Schließlich kommentierte Jenkins auch noch die Entwicklung des ECM-Markts, der in den vergangenen Jahren von zahlreichen Firmenfusionen geprägt war. Seiner Ansicht nach gehe die Konsolidierung unvermindert weiter: "Am Ende werden zwei Unternehmen übrig bleiben: OpenText und IBM." Wachsen möchte er dabei unter anderem mit Übernahmekandidaten aus Deutschland, nachdem er sich in der Vergangenheit mit Ixos und Reddot bereits zwei hiesige Branchengrößen einverleibt hatte.

Einheitliches Partnermanagement

Zur neuen Partner-Strategie nahm der deutsche Vertriebschef Detlev Legler Stellung. Nachdem bisher jedes Produktsegment seine Vertriebspartner eigenständig betreute, werde man zukünftig alle Aktivitäten auf ein zentrales Partnermanagementsystem vereinheitlichen. Für die Partner bedeute dies, dass dann ein Mitarbeiter für das gesamte Produktportfolio verantwortlich ist. Legler unterstrich die Mehrwerte: "Für die Partner vereinfachen wir so den Zugang zum gesamten OpenText-Portfolio, indem wir die bisherigen Spartengrenzen wie Records-Management, Dokumentenmanagement oder Archivierung aufheben."

Auch am Umsatzkuchen will OpenText die Partner stärker beteiligen. Während bisher nur 30 Prozent der Verkäufe indirekt abgewickelt wurden, soll der Partneranteil in nächster Zeit auf 45 Prozent wachsen. Channel-Konflikte mit dem Direktvertrieb müssten die Partner dabei jedoch nicht befürchten, betonte Legler: "Prinzipiell gibt es für jeden Kunden einen Accountmanager, und der hat den Partner zu unterstützen. Beim Umsatz kommt immer der zum Zug, der ein Projekt initiiert hat." (rw)

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