Talentpool und Mobilität

3 Tipps gegen Fachkräftemangel

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.

In anderen Fällen bringen Menschen die benötigte Qualifikation schon mit, doch diese wird von HR-Managern nicht erkannt. Durch den Einsatz spezieller Lösungen für Business Analytics könnten Firmen in diesem Bereich mehr Transparenz gewinnen.

Ungenutzte Talente aktivieren

Langzeitarbeitslose bilden einen riesigen Talent-Pool: Durch Motivation und Wiedereingliederungsprogramme lässt sich das Fachkräfteproblem lindern.
Langzeitarbeitslose bilden einen riesigen Talent-Pool: Durch Motivation und Wiedereingliederungsprogramme lässt sich das Fachkräfteproblem lindern.
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Zugleich sollten sie für Erwerbslose eigene Programme aufbauen, in denen diese ihre Kenntnisse auffrischen und neue Motivation ziehen können. Ein großes Reservoir an ungenutzten Talenten schlummert insbesondere in den rund 15 Millionen demotivierten Arbeitern. Diese Gruppe setzt sich im Wesentlichen aus Hausfrauen sowie jüngeren und älteren Arbeitslosen zusammen.

Zweitens: Die Leute müssen dahin gebracht werden, wo die Arbeit ist. Bisher zeichnet sich Europa dadurch aus, dass Firmen sich Mitarbeiter suchen, die auch in der Nähe des Arbeitsplatzes wohnen. Viele Unternehmen scheuen den Aufwand, europaweit nach der geeigneten Person für eine Stelle zu fahnden. Den Autoren zufolge gehen nur 28 Prozent der Personalverantwortlichen diesen Weg. Auch durch Job-Rotation innerhalb der eigenen Firma lässt sich die Mobilität der Mitarbeiter steigern.

Gemeinsame Standards schaffen

Eine wesentliche Voraussetzung für mehr Mobilität im Arbeitsmarkt ist, dass Abschlusszeugnisse, Qualifikationen und Zertifikate länderübergreifend auf einheitlichen Standards basieren und somit vergleichbar werden. Daran hapert es jedoch.

Ausgebremst wird die Mobilität durch die Überregulierung nationaler Arbeitsmärkte und hohe Anforderungen bei der Einwanderung schrecken hochqualifizierte Talente und Mitarbeiter ab.