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23.06.2017 - 

WLAN verbessern

5 Tipps fürs kabellose Heimnetz

PR & Media Manager Business Solutions bei der devolo AG
Wenn das heimische WLAN nicht funktioniert, ist Ärger vorprogrammiert: Wie Sie das verhindern können.

Video-Streams, die endlos "buffern", stotternde Audio-Streams und langsame Downloads - das alles muss aber nicht sein, wenn man sein WLAN ernsthaft plant und mit einfachen Mitteln verbessert. Was Sie auf jeden Fall tun sollten:

Tipp 1: Schnelle Bestandsaufnahme

Es ist gar nicht so einfach, ein ganzes Haus optimal mit WLAN auszulechten. Hier sollte man auf die Hilfe von Experten setzen.
Es ist gar nicht so einfach, ein ganzes Haus optimal mit WLAN auszulechten. Hier sollte man auf die Hilfe von Experten setzen.
Foto: Devolo

Ob Sie eine gute WLAN-Abdeckung haben oder nicht, merken Sie in der Praxis recht schnell. Trotzdem lohnt es sich eine gründlichen Bestandsaufnahme, bevor Sie überhaupt an die Verbesserung des WLAN herangehen. Suchen Sie sich ein praktisches WLAN-Analysetool aus. Experten empfehlen häufig den "Ekahau Heatmapper". Mit diesem Programm erstellen Sie zunächst einen Grundriss ihrer Wohnung. Anschließend messen Sie die WLAN-Ausleuchtung (von grün = guter Empfang bis rot = schlechter oder kein Empfang). Für die meisten Anwender genügt auch ein einfaches Android-Analysetool wie beispielsweise "WLAN Hilfe".

Tipp 2: Voraussetzungen verbessern

Ziehen Sie nicht sofort los, um teure Hardware zur WLAN-Verbesserung zu kaufen! Oft lässt sich die WLAN-Qualität schon mit wenigen Handgriffen verbessern:

• In den meisten Wohnungen ist der Router die einzige WLAN-Quelle. Platzieren Sie diesen daher möglichst zentral, um eine optimale Abdeckung zu erreichen

• Der Router sollte zudem möglichst hochstehen, beispielsweise auf einem Schrank, damit sich das Signal optimal ausbreiten kann

• Vermeiden Sie es in jedem Fall, die WLAN-Box hinter Blumentöpfen oder in einem Schrank zu verbergen: Auch, wenn das vielleicht schöner aussieht, ist es für die WLAN-Leistung ein großes Hindernis

• Wenn ihr Router über eine oder mehrere bewegliche Antennen verfügt, spielen Sie ein wenig mit der Ausrichtung. "Zielen" Sie dabei auf die Punkte, an denen schlechter Empfang herrscht

Lesetipp: Cloud basiertes WLAN-Management

Tipp 3: Jetzt geht's ans Eingemachte

Nur wenn das WLAN performant seine Arbeit verrichtet, ist der Familienfrieden gewahrt. Powerline-Adapter können dafür sorgen, dass dies so bleibt.
Nur wenn das WLAN performant seine Arbeit verrichtet, ist der Familienfrieden gewahrt. Powerline-Adapter können dafür sorgen, dass dies so bleibt.
Foto: devolo

Wenn alles Neuplatzieren nichts gebracht hat, geht es ans Eingemachte: An die Router-Einstellungen. Das klingt kompliziert, ist aber kein Hexenwerk. Zur Sicherheit sollten Sie trotzdem ein Backup ihrer Router-Einstellungen erstellen, damit Sie die Änderungen zur Not rückgängig machen können. Die meisten Router bieten diese Option direkt im Menü an. Anschließend kann es losgehen:

• Falls ihr Router diese Option bietet, sehen Sie sich die Kanalbelegung an. Hier erkennen Sie nicht nur, auf welchem Kanal ihr eigenes WLAN sendet, sondern auch wie viele andere WLANs in der Nähe denselben Bereich nutzen. Ist auf "Ihrem" Kanal viel los, wechseln Sie einfach den Kanal

• Manche Router sind ab Werk auf eine niedrige Sendeleistung eingestellt, um Strom zu sparen. Falls das bei Ihnen der Fall ist, stellen Sie ihren Router auf eine höhere oder maximale Leistung, um eine bessere WLAN-Abdeckung zu erhalten

• Viele Router decken inzwischen neben dem 2,4-GHz-Band auch das 5-GHz-Band ab. Hier sind auf kurze Distanz deutlich höhere Datendurchsätze möglich. Insbesondere dann, wenn in ihrer Umgebung viele andere WLANs den 2,4-GHz-Bereich nutzen. Probieren Sie, ob sie per 5 GHz bessere Empfangsergebnisse erhalten. Wichtig: Das funktioniert nur, wenn ihre Empfangsgeräte (Smartphone, Tablet, Notebook) ebenfalls 5 GHz unterstützen.

Tipp 4: Empfang verbessern

Hat das alles nichts gebracht, ist der Sender, also der Router, gar nicht das Problem. Vielleicht liegt die Ursache bei ihren Empfangsgeräten. Bei Notebooks und Desktop-PCs haben Sie hier die Möglichkeit mit WLAN-Sticks, dies sind externe WLAN-Antennen zum Nachrüsten, den Empfang zu verbessern:

• Ist das WLAN-Modul in Ihrem Notebook oder PC beschädigt, hilft ebenfalls ein WLAN-Stick weiter. Die USB-Module werden einfach in einen freien Port gesteckt und installieren die notwendigen Treiber meist selber. Auf diese Art können Sie auch neuere WLAN-Standards (beispielsweise "n" oder "ac") bei älterer Hardware nachrüsten

• Die Aufstellungstipps für Router (siehe oben) gelten natürlich auch für die Empfangsgeräte: Eine möglichst hindernisfreie Platzierung ist optimal. Wenn das nicht möglich ist, hilft es, ein USB-Verlängerungskabel zu verwenden, um den Empfangs-Stick flexibel zu platzieren.

Tipp 5: Der absolute WLAN-Beschleuniger - Powerline-Adapter

Powerline-Adapter von Devolo
Powerline-Adapter von Devolo
Foto: Devolo

Wenn diese Tipps noch nicht das gewünschte Ergebnis bringen, helfen Powerline-Adapter weiter:

• Die beste Lösung, um das WLAN selbst in entlegenen Zimmern des Hauses zu verbessern, ist der Einsatz von Powerline-Adaptern. Die kompakten Adapter nutzen die Stromleitung wie ein langes Netzwerkkabel und bringen so einen "frischen" WLAN-Zugangspunkt an jede beliebige Steckdose des Hauses. Die Geräte sind einfach zu installieren und die WLAN-Ergebnisse sind beeindruckend

• Es können mehrere WLAN-Powerline-Adapter in einem Stromkreis betrieben werden. So lassen sich die einzelnen WLAN-Problemzonen gezielt verbessern - Zimmer für Zimmer oder Etage für Etage. (rw)