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Mobile World Congress

5G ante portas – ITU stellt erste Spezifikationen vor

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Auf dem MWC 2016 wurde noch viel darüber fabuliert, was man in puncto Bandbreite, Latenzzeit etc. von 5G erwarten kann. Nun hat die International Telecommunication Union (ITU) rechtzeitig zum diesjährigen Messebeginn erste Anforderungen für den kommenden Mobilfunkstandard vorgelegt.

Mit Eigenschaften wie sehr hohen Datenraten bei Down- und Upload, Hochverfügbarkeit sowie einer extrem niedrigen Latency soll der für 2020 angekündigte neue Mobilfunkstandard zum Wegbereiter für Szenarien wie Sicheres Autonomes Fahren, hochauflösende VR-Games oder die remote Steuerung kritischer Infrastrukturen werden und die Anbindung von Myriarden an neuen Connected Devices im Internet of Things erst ermöglichen.

5G gilt Wegbereiter für Szenarien wie Sicheres Autonomes Fahren, hochauflösende VR-Games oder die remote Steuerung kritischer Infrastrukturen.
5G gilt Wegbereiter für Szenarien wie Sicheres Autonomes Fahren, hochauflösende VR-Games oder die remote Steuerung kritischer Infrastrukturen.
Foto: wk1003mike - shutterstock.com

Nachdem zu den Spezifikationen bislang stark unterschiedliche Werte angekündigt wurden, hat nun die ITU in einem Entwurf (IMT-2020) die Mindestanforderungen für die ersten 5G-Systeme in 2020 festgelegt. Demnach sollen diese unter idealen Bedingungen per User oder Device eine maximale Bandbreite von 20 Gbit/s im Download erreichen, der Datendurchsatz im Upload soll 10 Gbit/s betragen.

Der Mindestwert je Anwender oder Device unter normalen Bedingungen wurde auf 100 Mbit/s im Downstream bzw. 50 Mbit/s im Upstream festgesetzt. Die maximale Übertragungszeit beim Senden eines Datenpakets innerhalb des Netzes wurde bei eMBB (Enhanced Mobile Broadband) auf 4ms festgelegt, bei URLLC (Ultra-Reliable and Low Latency Communications) auf 1ms.

ITU: Die Roadmap zur 5G-Einführung
ITU: Die Roadmap zur 5G-Einführung

Mit der Unterstützung von 1 Million Geräte pro Quadratkilometer und einer gesicherten Datenübertragung bei Einhaltung einer bestimmten Dienstgüte und Cell-Roaming für verschiedene Geschwindigkeitsstufen (0 - 10 Km/h, 10 - 120 Km/h und 120 - 500 Km/h) wurde auch auf Anforderungen für IoT- und Connected-Car-Szenarien reagiert.

Der Entwurf mit diesen und weiteren Anforderungen soll von der ITU-Arbeitsgruppe beim nächsten Treffen im November 2017 abgesegnet werden, erklärte Francois Rancy, Director of Radiocommunication Bureau beim ITU, auf einer Veranstaltung vom Netzausrüster Huawei am Rande des Mobile World Congress in Barcelona. Er bilde dann die Grundlage für den Aufbau der Netze der nächsten Generation.

Dank paralleler Vorbereitungen im Zeitplan

Was die allgemeine Entwicklung angeht, zeigte sich Rancy optimistisch. Nun stehe die Roadmap zu 5G fest und man liege im Zeitplan. Er hob außerdem hervor, dass anders als bei LTE diesmal viele Vorbereitungen parallel ablaufen.

Legt man den straffen Zeitplan und die Pläne der Carrier, 2020 die ersten 5G-Netze in Betrieb zu nehmen, nebeneinander, gibt es kaum Optionen als Technologie-Entwicklung, Testumgebungen und gleichzeitig in Angriff zu nehmen und nicht erst auf die finalen Standards der ITU zu warten. Diese werden nämlich erst für Mitte 2019 erwartet, womit dann gerade einmal ein halbes Jahr für die Fertigstellung und den Rollout bliebe.