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Digitaler Ausbau

5G-Auktion ist beendet - Bund erhält 6,5 Milliarden Euro

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Die Versteigerung der 5G-Frequenzen in Deutschland ist beendet und hat mehr Geld gebracht als erwartet.

Die am 19. März 2019 gestartete 5G-Frequenzauktion in Deutschland ist zu Ende: Nach 497 Auktionsrunden und 52 Tagen wurden in Mainz am Mittwochabend alle Mobilfunkfrequenzen aus den Bereichen 2 Gigahertz und 3,6 Gigahertz vergeben. Insgesamt wurden dabei 420 Megahertz versteigert.

An der Auktion hatten die vier Unternehmen Drillisch Netz AG (1&1), Telefónica Deutschland GmbH & Co. OHG, Telekom Deutschland GmbH und Vodafone GmbH teilgenommen. Erzielt wurden bei der Auktion 6.549.651.000 Euro, die in die Staatskasse fließen und zum digitalen Ausbau in Deutschland verwendet werden sollen. Damit wurden auch die Erwartungen der Bundesregierung übertroffen, die auf Einnahmen von mindestens 4 Milliarden Euro gehofft hatte.

Das meiste Geld gibt die Deutsche Telekom aus. Sie hat für insgesamt 2,17 Milliarden Euro Frequenzen aus dem 2- und 3,6-Gigahertz-Bereich ersteigert. Vodafone gibt insgesamt 1,88 Milliarden Euro aus. Telefónica hat 5G-Frequenzen im Wert von von 1,4 Milliarden Euro ersteigert und die Drillisch Netz AG welche im Wert von 1,07 Milliarden Euro.

Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass der Kauf der 5G-Frequenzen für die Unternehmen mit der Auflage verbunden ist, den Netzausbau in Deutschland voranzutreiben. Davon würden nicht nur die Verbraucher profitieren, sondern auch die deutsche Wirtschaft. "Neben einer besseren Versorgung mit mobilem Breitband soll der neue Mobilfunkstandard 5G die Entwicklung innovativer Anwendungen sowie die Optimierung von Produktionsprozessen in der Industrie (Industrie 4.0) fördern", so die Bundesnetzagentur.

Vodafone will einen Teil seines Geldes wieder zurück

Kaum war die 5G-Frequenzauktion beendet, gab es aber auch schon Kritik. Gegenüber der WAZ bezeichnete der Deutschland-Chef von Vodafone, Hannes Amtesreiter, das Ergebnis der Auktion als "katastrophal", wie die Zeitung mitteilt.

Amtesreiter zeigt sich erleichtert, dass die Auktion nach drei Monaten vorbei ist. Unglücklich sei er aber über die lange Dauer und den hohen Preis. "Digital-Deutschland verliert wertvolle Zeit. In Europa werden wir nicht zu den ersten gehören, die mit 5G starten", sagte Amtesreiter. "Katastrophal" sei das Ergebnis, weil das Geld für dringend benötigte Investitionen in das deutsche Mobilfunknetz fehle.

Amtesreiter schlägt daher vor, dass die Bundesregierung die Einnahmen aus der Auktion in Form von Förderungen wieder zurück an die an der Auktion beteiligten Unternehmen geben soll, damit diese ein besseres Mobilfunknetz bauen könnten. "Die Erlöse aus der Auktion haben den Gegenwert von bis zu zusätzlichen 50.000 Mobilfunkmasten. Sie könnten dazu beitragen, dass es in Deutschland keine Funklöcher mehr gibt", so Amtesreiter.