Gefälschte iPhones

Studenten betrügen Apple um 900.000 Dollar

Stephan Wiesend schreibt für die Computerwoche als Experte zu den Themen Mac-OS, iOS, Software und Praxis. Nach Studium, Volontariat und Redakteursstelle bei dem Magazin Macwelt arbeitet er seit 2003 als freier Autor in München. Er schreibt regelmäßig für die Magazine Macwelt, iPhonewelt und iPadwelt.
Zwei Studenten aus Oregon haben Apple mit gefälschten iPhones um fast eine Million Dollar an Garantie-Leistungen betrogen.

In China hat Apple schon länger Probleme mit so genannten Garantie-Betrug im industriellen Umfang: Ein aus Einzelteilen zusammengesetztes defektes iPhone wird beim Apple Store kostenlos repariert und mit Gewinn weiterverkauft ( wir berichteten im Oktober 2018). Offensichtlich wird dieser Trick nicht nur in China angewandt, wie die Zeitung „The Olympian“ berichtet. Gegen zwei in Oregon studierende Chinesen wurde gerade Anklage erhoben, sie hätten bei Apple tausende iPhones eingeschickt und eine Garantiereparatur beantragt. Zu einem der Angeklagten ließen sich 3069 Garantieanfragen zurückverfolgen, davon 1493 mit Erfolg. Über 200 Garantiefälle ließen sich zum anderen Angeklagten zuordnen.

Laut Zeitung entstand Apple dabei allein durch einen der Angeklagten ein Schaden von knapp 900 000 US-Dollar. Die nicht mehr startenden iPhones hatten die beiden Studenten aus China zugeschickt bekommen und dann einzeln bei Apple eingereicht. Die Ersatz-iPhones wurden dann nach China zurückgeschickt und verkauft – von den Verkäufern erhielt dann die Mutter eines Angeklagten einen Anteil ausgezahlt. Das blieb offenbar nicht unbemerkt, Apple hatte einem der Chinesen bereits eine Abmahnung geschickt, dann war der Zoll auf die illegalen Lieferungen gefälschter iPhones aufmerksam geworden.

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