ACE und GdP: Zehn Euro mehr jucken den Handy-Sündern am Steuer wenig

20.05.2003
Bimmelt beim Autofahrer vor Einem das Mobiltelefon, klingeln im eigenen Oberstübchen sofort die Alarmglocken. Denn prompt scheidet er oder sie als vernünftiger Verkehrsteilnehmer aus. Wird dann vom Beifahrersitz noch der „Knochen" hervorgekramt, wo ein streichelsüchtiger Hund vermutet wurde, ist es um die eigene Geduld geschehen und man lässt sich am Ende noch auf ein gefährliches Überholmanöver mit Folgen ein. So oder so: Da Unfälle mit Handy-Sündern sich häufen und das Verbot viel zu oft missachtet wird, plant das Bundesverkehrsministerium, das Bußgeld fürs Telefonieren ohne Freisprechanlage beim Fahren von 30 auf 40 Euro zu erhöhen. Darüber hinaus soll es für jene, die dabei erwischt werden, künftig noch einen Punkt in Flensburg geben. Zweifel an der Wirksamkeit der Bußgelderhöhung von nur zehn Euro erhoben am Montag in Berlin die Polizeigewerkschaft GdP und der Auto Club Europa (ACE). GdP-Chef Konrad Freiberg zufolge habe sich das Handy-Verbot als Schlag ins Wasser erwiesen, zumal die Einhaltung wegen des Personalmangels bei der Polizei gar nicht flächendeckend kontrolliert werden könne. Außerdem sei das Entdeckungsrisiko praktisch „gleich Null". Statt das Bußgeld anzuheben, sollte der Gesetzgeber lieber die Automobilindustrie verpflichten, alle Pkw mit Freisprecheinrichtung auszustatten und das Telefonieren ohne eine solche Anlage durch Störsender unmöglich zu machen.(kh)

Bimmelt beim Autofahrer vor Einem das Mobiltelefon, klingeln im eigenen Oberstübchen sofort die Alarmglocken. Denn prompt scheidet er oder sie als vernünftiger Verkehrsteilnehmer aus. Wird dann vom Beifahrersitz noch der „Knochen" hervorgekramt, wo ein streichelsüchtiger Hund vermutet wurde, ist es um die eigene Geduld geschehen und man lässt sich am Ende noch auf ein gefährliches Überholmanöver mit Folgen ein. So oder so: Da Unfälle mit Handy-Sündern sich häufen und das Verbot viel zu oft missachtet wird, plant das Bundesverkehrsministerium, das Bußgeld fürs Telefonieren ohne Freisprechanlage beim Fahren von 30 auf 40 Euro zu erhöhen. Darüber hinaus soll es für jene, die dabei erwischt werden, künftig noch einen Punkt in Flensburg geben. Zweifel an der Wirksamkeit der Bußgelderhöhung von nur zehn Euro erhoben am Montag in Berlin die Polizeigewerkschaft GdP und der Auto Club Europa (ACE). GdP-Chef Konrad Freiberg zufolge habe sich das Handy-Verbot als Schlag ins Wasser erwiesen, zumal die Einhaltung wegen des Personalmangels bei der Polizei gar nicht flächendeckend kontrolliert werden könne. Außerdem sei das Entdeckungsrisiko praktisch „gleich Null". Statt das Bußgeld anzuheben, sollte der Gesetzgeber lieber die Automobilindustrie verpflichten, alle Pkw mit Freisprecheinrichtung auszustatten und das Telefonieren ohne eine solche Anlage durch Störsender unmöglich zu machen.(kh)

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