Bis 2010 an die PC-Spitze

Acer-Chairman Wang fordert höhere Margen

03.05.2010

Acer-Präsident Gianfranco Lanci geht für das zweite Quartal trotz Schuldenkrise in Europa und gewissen Komponentenengpässen von anhaltend guten Notebook-Verkäufen aus.

Acer hat im ersten Quartal 2010 rund 5,1 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das sind 36,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der operative Gewinn ist hingegen um 70,6 Prozent auf 137,8 Millionen Dollar in die Höhe geklettert.

Sorgenkind ist indes das nichtoperative Ergebnis. Dieses war im ersten Quartal 2010 auch aufgrund von Wechselkursverlusten mit 227 Millionen NT Dollar (umgerechnet 5,41 Millionen Euro) ins Minus gerutscht. Nachdem die EU Griechenland schon finanzielle Hilfen zugesagt hat, wird der Euro im zweiten Quartal nicht weiter an Wert verlieren, so die Hoffnung des Unternehmens. Acer macht immer noch den größten Teil des Umsatzes in Europa.

Dank guter Wachstumszahlen in den Segmenten Small Form Factor (SFF) und All-in-One-PCs hat Acer im ersten Quartal 2010 Lanci zufolge auch im Desktop-Bereich leichte Zuwächse erlebt. Um hier Gas zu geben, werde man sich künftig noch mehr auf die Entwicklung von 3D- und Touch-Panel-PCs konzentrieren, so Lanci.

Lanci äußerte sich auch zum Netbook-Markt mit Samsung Electronics als gefährlich nahe kommenden Mitbewerber. Er geht davon aus, dass der Netbook-Anteil am Notebook-Weltmarkt bei stabilen 20 Prozent bleiben wird, Acer 2010 aber einen Netbook-Anteil von 25 Prozent behaupten werde.