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Restrukturierung in Eigenverantwortung

Adveo stellt Insolvenzantrag

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Der Großhändler für Büroartikel Adveo hat aufgrund finanzielle Probleme der spanischen Muttergesellschaft hierzulande einen Antrag auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

Nachdem die spanische Muttergesellschaft des Büroartikel-Distributors Adveo Mitte Oktober 2018 einem außergerichtlichen Gläubigerschutz nach spanischem Recht in Form eines Moratoriums erwirkt hatte, musste nun die Geschäftsführung der Adveo Deutschland GmbH beim zuständigen Amtsgericht in Gifhorn einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen.

Büroartikel- und Supplies-Distributor Adveo hat beim Amtsgericht in Gifhorn einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.
Büroartikel- und Supplies-Distributor Adveo hat beim Amtsgericht in Gifhorn einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.
Foto: Tashatuvango - shutterstock.com

Die Muttergesellschaft soll nun im Rahmen des Moratoriums saniert werden. Auch für die deutsche Tochtergesellschaft soll es weiter gehen. Der Geschäftsbetrieb werde "in vollem Umfang" fortgeführt. Laut Adveo-Geschäftsführer Sven Pelka gehen Vertrieb und Service "ohne Einschränkungen" weiter. "Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass unsere Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung von Angebot und Service funktionieren. Alle Leistungen werden wieder pünktlich und in ursprünglicher Qualität erbracht", bekräftigt er. Pelka hatte erst Anfang 2018 die Geschäftsführung übernommen und hatte ein umfassendes Reorganisationsprogramm eingeleitet. Allerdings belasten nach wie vor hohe Altschulden und Altlasten das Unternehmen.

Sanierung des Unternehmens angestrebt

Das nun angelaufene Insolvenzverfahren erfolgt in Eigenverwaltung. Dabei setzt das zuständige Amtsgericht keinen Insolvenzverwalter, sondern einen sogenannten Sachwalter ein. Dieser überwacht ähnlich wie ein Aufsichtsrat das Verfahren im Interesse der Gläubiger. Als vorläufige Sachwalterin wurde Frau Dr. Stefanie Zulauf von der Kanzlei Eckert Rechtsanwälte bestellt.

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Zudem wurde der Sanierungsexperte Jan Metzner von der Unternehmensberatung Elsässer Restrukturierung zum Generalbevollmächtigten bestellt. "Adveo Deutschland ist sanierungsfähig, im Kern ein gesundes und wettbewerbsfähiges Unternehmen", schätzt Metzner die Lage ein. Das Unternehmen habe in den letzten Monaten wichtige und notwendige Schritte auf dem Weg zur Sanierung unternommen. "Die Eigenverwaltung bietet uns den geeigneten rechtlichen Rahmen, um die Sanierung in enger Abstimmung mit den Gläubigern zu Ende zu bringen und Adveo in Deutschland langfristig wieder auf eine solide finanzielle Basis zu stellen", erläutert der Unternehmensberater. Wichtige Kunden und Partner sollen dem Unternehmen bereits ihre Unterstützung zugesagt haben.

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Derzeit arbeiten rund 160 Mitarbeiter bei der deutschen Niederlassung in Sende bei Hannover. Zuletzt verzeichnete der Büroartikelspezialist einen Umsatz von 85 Millionen Euro.

Adveo war ursprünglich ein strategischer Zusammenschluss der Firmen Papyrus, Segundo Moreno und Vascongada de Sobres y Bolsas zur Unipapel Unternehmensgruppe im Jahr 1976. 2009 wurde der Supplies-Distributor Adimpo und 2011 der Büromaterialspezialist Spicers übernommen. 2012 wurden dann alle Unternehmensteile in Adveo umbenannt, um nun einheitlich unter gemeinsamen Namen zu operieren.