LED, digitale Flipcharts und System on Chip

Aktuelle Trends bei Digital Signage

Michael Vorberger ist Head of Sales Display, Samsung Electronics GmbH
Technologien wie individuell konfigurierbare LED-Module oder Produktentwicklungen wie digitale Flipcharts geben dem Digital-Signage-Markt neue Impulse. Doch auch die Lösung hinter der Hardware muss berücksichtigt werden.

Times Square, Piccadilly Circus und Shibuya locken jedes Jahr Millionen Besucher. Sie liegen geographisch weit auseinander, haben aber eine weit sichtbare, große Gemeinsamkeit: An diesen Plätzen ist Digital Signage eine der Hauptattraktionen. Die prägnante Inszenierung und Visualisierung von Inhalten ziehen seit Jahren die Aufmerksamkeit und Neugier der Menschen auf sich. Doch auch jenseits dieser übergroßen Eyecatcher sind professionelle Displays nicht mehr von unseren Straßen wegzudenken. Visualisierung und visuelle Erlebnisse zu erzeugen sind die großen Trends, Displays spielen auf unseren Straßen, in den Geschäften, auf Messen, in Hotels, Empfangshallen oder Flughäfen eine immer größere Rolle: Werbung, Information oder Unterhaltung - die Inhalte sind vielfältig wie nie. Insbesondere für Retail und Office ergeben sich vollkommen neue Optionen.

Wer für sein Business bei Menschen Aufmerksamkeit und Neugier wecken will, sollte über den Einsatz von Digital Signage nachdenken.
Wer für sein Business bei Menschen Aufmerksamkeit und Neugier wecken will, sollte über den Einsatz von Digital Signage nachdenken.

Doch Bild ist nicht gleich Bild: die Qualität muss stimmen. Denn das, was im Consumer-Bereich längst üblich ist - extrem hochauflösende, gestochen scharfe Bilder und lebensechte Farben - wird nun auch im professionellen und gewerblichen Umfeld zum Standard: Überzeugende Bildqualitäten und detaillierte Visualisierungen gehören mittlerweile zur Selbstverständlichkeit, wenn es um die Präsentation von Inhalten gleich welcher Art geht. Neue Technologien treiben diese Ansprüche zudem immer weiter voran. Signage lässt sich hierbei in zwei Hauptsegmente einteilen: Digital Signage und LED Signage.

Digital Signage und LED Signage bestimmen den Trend

In die Kategorie Digital Signage gehören Displays für den Innen- und Außenbereich. Je nach Einsatzort müssen die Geräte unterschiedliche Voraussetzungen erfüllen. Ein wichtiges Kriterium ist die Bildschirmhelligkeit. Sie muss zu den Räumlichkeiten passen: Outdoor Displays etwa müssen generell heller eingestellt und Inhalte im Idealfall auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut sichtbar sein. Zum anderen sollten sie verschiedensten Witterungsbedingungen standhalten können. Extreme Hitze durch besagte Sonneneinstrahlung oder auch Regen und Staub dürfen nicht zu Ausfällen führen. Erfüllen Displays diese Kriterien, eignen sie sich perfekt für die Darstellung auch visuell anspruchsvoller Inhalte und bieten damit ganz besondere Einkaufs- und Informationserlebnisse.

Wer nach großflächigen, individuellen Darstellungen strebt, setzt auf LED Signage. Hochauflösende Inhalte haben sich dabei zum beliebten Kommunikationsmittel für Unternehmen entwickelt, die Kunden in hochfrequentierten Innenbereichen ein besonderes Erlebnis bieten möchten. Basierend auf Leuchtdioden (LED, englisch light-emitting diode) erzeugen die Displays das erforderliche Licht selbst. Sie sind zusammengesetzt aus einzelnen punktförmigen, anorganischen einkristallinen LEDs. Qualitativ hochwertige LED-Displays zeichnen sich unter anderem aus durch hohe Graustufen, die auch bei Einstellungen mit geringer Helligkeit ein sehr gutes Bilderlebnis vermitteln. Wir bieten zudem eine spezielle LED-Technologie mit HDR (High Dynamic Range) für eine optimierte Bildqualität sowie DSLR-Kalibrierung zur Feinabstimmung der visuellen Eigenschaften. Aber auch abseits neuer Display-Lösungen gibt es spannende Trends, die die Präsentation und den Umgang mit Inhalten neu definieren. Digitalisierung und Vernetzung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Bei Digital-Signage-Projekten ist nicht nur die Hardware ist entscheidend. Auch die für das Management der Displays genutzte Software sollte bei der Kaufentscheidung unbedingt berücksichtigt werden, meint Michael Vorberger, Head of Sales Display bei Samsung Electronics.
Bei Digital-Signage-Projekten ist nicht nur die Hardware ist entscheidend. Auch die für das Management der Displays genutzte Software sollte bei der Kaufentscheidung unbedingt berücksichtigt werden, meint Michael Vorberger, Head of Sales Display bei Samsung Electronics.
Foto: Samsung

Speziallösungen für besondere Fälle

Nehmen wir zum Beispiel das Büro: analoge Flip-Charts gehören immer noch zur Standard-Ausstattung, doch sie sind eigentlich ein Anachronismus in unserem vernetzten, digitalen Büroalltag. Daher gehört die Zukunft digitalen Flip-Charts, die neben dem reinen Notieren und Skizzieren von Gedanken, Ideen und Fakten eine ganze Reihe weiterer nützlicher Funktionen bieten: Beim Samsung Flip beispielsweise lassen sich sämtliche am Flipchart bearbeiteten Projekte speichern und per E-Mail an alle Meeting-Teilnehmer verschicken. Zudem können Aufzeichnungen per Passwort geschützt und somit zugriffbeschränkt werden. Auch das lästige Abfotografieren und Zusammenfassen der Inhalte fällt weg. Meetings werden durch die neue Technologie kreativer, effizienter und sicher.

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Weiterer Pluspunkt: Bei der Entwicklung gemeinsamer Ideen oder etwa in Brainstormings lassen sich die Inhalte des Flip auch auf anderen Bildschirmen spiegeln. Mit dieser sogenannten "Screen Mirroring" Funktion können die Inhalte digitaler Flipcharts auch auf wesentlich größeren Displays präsentiert werden. Eine interessante Option etwa für Konferenzen mit vielen Teilnehmern. Im Übrigen gibt es für solche großen Event-Displays, die häufig auf- und abgebaut werden müssen, mobile Speziallösungen. So ermöglicht zum Beispiel der WowMaker als Komplettlösung mit Lift- und Transportsystem und einer 130 Zoll großen Samsung LED Wand (1,5mm Fine Pixel Pitch) den unkomplizierten Transport an verschiedenste Einsatzorte sowie eine schnelle und einfache Installation. Aus einzelnen Modulen zusammengesetzt ist die LED-Wand innerhalb weniger Minuten aufgestellt und dank Plug & Play auch gleich einsatzfähig.

Besondere Inszenierungen sind darüber hinaus mit maßgeschneiderten Einzelfall-Lösungen möglich. Ein aktuelles Highlight ist The Wall - eine MicroLED-Lösung, die zwischen 73 und 292 Zoll verfügbar ist. Hier können mehrere MicroLED-Module vollkommen nahtlos aneinandergesteckt werden. Damit lassen sich unterschiedlichste Formate realisieren, etwa 16:9, 21:9 oder aber auch exotische Konfigurationen, wie etwa die Form eines "L". Vieles ist denkbar, die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden stehen im Mittelpunkt.

Auch die inneren Werte zählen

Doch nicht nur die Hardware ist entscheidend - auch die für das Management der Displays genutzte Software sollte bei der Kaufentscheidung unbedingt berücksichtigt werden. Eine ganzheitliche Lösung aus einer Hand ist hier sicherlich nicht die schlechteste Option. Samsung bietet beispielsweise das so genannte System on Chip (SoC) an. Mit dieser integrierten Lösung werden weder externe Mediaplayer, PC-Module oder Netzwerkanschlüsse benötigt. Über einen einfachen USB-Stick wird der Zugriff auf die Inhalte möglich, auch Änderungen lassen sich damit leicht durchführen. Neben zahlreichen Dateiformaten, die von den Displays abgespielt werden können, besteht für die Nutzer auch die Möglichkeit, auf bestehende Templates zuzugreifen und Ihre Inhalte zu platzieren. Auch die Samsung MagicInfo-Software für das Inhalts- und Gerätemanagement ist integriert. So können unter anderem eine große Anzahl an Displays von zentraler Stelle aus mit Inhalten versorgt oder mehrere Standorte von einem Server aus bedient werden.

Damit schließt sich dann auch der Kreis: Die Trends bei Digital Signage sind unmittelbar verknüpft mit der Entwicklung immer leistungsfähigerer Hardware und Software - und die Grenzen werden auch hier immer weiter verschoben.