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Irreführende Werbung

AMD zahlt 35 US-Dollar Schadensersatz pro FX-CPU

René Resch ist als freier Mitarbeiter tätig. Seine Lieblingsthemen sind Social Media, Gaming und Tech-Trends
AMD wird insgesamt 12,1 Millionen US-Dollar Schadensersatz an FX-CPU-Käufer ausbezahlen und umgeht so einen möglichen Prozess.

AMD legt eine seit 4 Jahren laufende Klage wegen irreführender Werbung bei und erklärt sich bereit, Käufern von FX-Bulldozer-CPUs eine Gesamtsumme von 12,1 Millionen US-Dollar auszubezahlen, das berichtete The Register.

Der Prozessor-Hersteller bewarb die CPUs als „ersten nativen 8-Core-Desktop-Prozessor“. Käufer wurden dann allerdings überrascht, als sich herausstellte, dass es sich bei den CPUs nicht um Prozessoren mit acht unabhängigen Cores handelte, sondern die Prozessoren mit vier Bulldozer-Modulen ausgestattet waren, die jeweils ein Paar CPU-Cores enthielten. AMD war der Ansicht, dass vier Module mit je zwei CPU-Cores einer 8-Core-CPU gleichen. Einige Verbraucher sahen das jedoch anders und erhoben bereits im Jahr 2015 eine Sammelklage gegen AMD. Denn die Prozessoren arbeiten keineswegs mit acht unabhängigen echten Kernen, da sich die Kerne in den Modulen Ressourcen teilen müssen.

Im Januar 2019 wies ein US-Gericht im Bundesstaat Kalifornien AMDs Behauptung zurück, dass „eine beträchtliche Mehrheit“ von Personen den Begriff so wie der Konzern selber auslege, und ließ nach vierjähriger Vorbereitung letztendlich ein Verfahren der Klägergemeinschaft zu.

AMD handelt "fairen" Deal aus - allerdings für sich selbst

Zu einem Prozess wird es allerdings nicht mehr kommen, denn AMD einigte sich auf Schadensersatz-Zahlungen durch den Konzern in Höhe von 12,1 Millionen US-Dollar. In Anbetracht der Anzahl verkaufter Prozessoren und der Annahme einer 20-prozentigen Inanspruchnahme durch berechtigte Käufer beläuft sich die Schadensersatz-Summe auf 35 US-Dollar pro Chip. Es wurde dabei von einem „fairen“ Entschädigungsbeitrag gesprochen.

Für AMD ist der Deal wirklich mehr als „fair“, wenn man bedenkt, dass Käufer rund 60 Millionen US-Dollar an Premium-Aufschlägen für ihre „8-Core-CPUs“ bezahlt hatten.

Laut Anklageschrift werden die 35 US-Dollar Entschädigung pro Prozessor an Personen ausbezahlt, die einen FX-8120, FX-8150, FX-8320, FX-8320, FX-8350, FX-8370, FX-9370 oder FX-9590 im US-Bundesstaat Kalifornien oder von AMDs Webseite bezogen hatten.


AMD: Alle CPUs von 2019, 2018 & 2017 samt Testberichten